Typisierung für leukämiekranken Markus (21) abgesagt, Hilfe ist trotzdem möglich

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Markus (21) ist an Leukämie erkrankt. Die Welle der Solidarität für den jungen Landwirt ist groß, doch eine Typisierungsaktion ist jetzt abgesagt worden. Hilfe ist trotzdem möglich.

Heiden, Lembeck

, 11.03.2020, 11:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Markus Limberg (21) weiß seit Mitte Februar, dass er an Leukämie erkrankt ist. „Aufgeben ist keine Option“, sagt der Landwirt aus Heiden. Eine am 25. März geplante Typisierungsaktion in der Fachschule der Landwirtschaftskammer NRW in Borken ist allerdings abgesagt worden.

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Grund ist die aktuelle Coronavirus-Situation, bestätigte die DKMS (ehemals Knochemmarkspenderdatei) jetzt. Sie sei gezwungen, alle öffentlichen Typisierungsaktionen zu stornieren. Die Initiative war von Mitschülern und Lehrern von Markus Limberg in Borken ausgegangen. Der Erkrankte hat auch Bekannte in Lembeck und im Dorstener Norden.

„Viele warten auf einen Spender“

Zu Wochenbeginn hatte die DKMS noch einen Aufruf veröffentlicht, in dem Markus Limberg mit folgenden Worten zitiert wird: „Im Verlauf meiner Krankheit habe ich viele Patienten kennengelernt, die Blutkrebs haben. Viele warten auf einen passenden Spender. Jeder Mensch, der sich registrieren lässt, könnte nicht nur mein eigenes, sondern auch das vieler anderer Menschen retten.“

Trotz der Absage der öffentlichen Typisierungsaktion ist Hilfe möglich. Nach Angaben der DKMS ist eine Online-Aktion geplant. Wer sich als Stammzellspender registrieren lassen möchte, kann über einen Link ein Test-Set anfordern und seine Speichelprobe an die DKMS schicken. Den Link will die DKMS in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Derweil erhält Markus Limberg viel Unterstützung, vor allem von seinen Eltern und seiner Freundin Lara. Er bekommt derzeit an der Uni-Klinik in Münster seine dritte Chemotherapie und Bestrahlungen. „In Kürze wird sich herausstellen, ob Markus zum Überleben einen passenden Spender benötigt“, teilte die DKMS mit.

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