Überfall auf Dorstener Geschäftsmann: Hintergründe bleiben im Dunkeln

Gefährliche Körperverletzung

DORSTEN Im Dunkeln verborgen bleiben auch nach der Beweisaufnahme des Landgerichts Essen die Hintergründe für einen Überfall auf einen Dorstener Geschäftsmann.

von Von Martina Ricken

, 22.01.2010, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ursprünglich lautete die Anklage auf schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung. Denn der Angeklagte soll mit dem bis heute unbekannt gebliebenem Mittäter 10.000 Euro vom Dorstener Geschäftsmann gefordert haben, ehe die beiden Männer auf das Opfer einschlugen und einen Drucker auf seinem Kopf zertrümmerten. So jedenfalls hatte der Dorstener Nebenkläger dies bei der Polizei geschildert. Im Prozess war seine Aussage widersprüchlich, was zum Teil auf Verständigungsprobleme zurückzuführen war. Aber das Opfer mauerte ebenso wie der Angeklagte, der behauptete, er habe nur drei Georgier nach Dorsten zu seinem ehemaligen Arbeitgeber gebracht, weil die ein Auto in ihre Heimat verschiffen lassen wollten.

Erst später sei klar geworden, dass sich der Georgier, der mit ihm ins Büro gegangen sei, über eine Beschädigung eines Autos bei einem früheren Transport beschweren und Schadenersatz fordern wolle. Dann seien die Fäuste geflogen. Doch dieser Darstellung glaubte keiner der Prozessbeteiligten.

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