Ursulinen-Schulen in Dorsten bekommen 500.000 Euro von der Stadt - unter Vorbehalt

rnBausanierung

Die Stiftung St. Ursula bekommt 500.000 Euro von der Stadt für den Unterhalt ihrer beiden Schulen in Dorsten. Doch das Geld gibt es nur unter bestimmten Bedingungen.

Dorsten

, 11.12.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Gymnasium und die Realschule St. Ursula nehmen Sonderstellungen in der Dorstener Schullandschaft ein. Sie sind Privatschulen. Aber sie haben dieselben Probleme wie viele andere Schulen in Dorsten. Gebäude und Sporthalle sind sanierungsbedürftig.

Eine Million Euro für die Bausanierung notwendig

Auf rund eine Million Euro wird der Bedarf aktuell taxiert. Die 2015 gegründete Stiftung St. Ursula hat aber nur ein Budget von 140.000 Euro zur Verfügung - „deutlich weniger, als die Stadt jedes Jahr für das Gymnasium Petrinum und das Schulzentrum Pliesterbecker Straße aufwendet“, sagt Tobias Stockhoff.

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Der Bürgermeister hat sich mit den Ratsfraktionen und der Stiftung nun auf eine finanzielle Unterstützung verständigt. Die Stiftung soll einmalig 500.000 Euro bekommen, um ihre beiden Schulen in den nächsten Jahren „in Schuss“ zu bringen. Doch in das vorweihnachtliche Geschenk, das der Rat am 18. Dezember verabschieden soll, ist eine Klausel eingebaut.

Zuschuss in gleicher Höhe von Spenden

Das Geld wird noch in diesem Jahr auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Es darf aber nur verwendet werden, wenn es parallel gelingt, Spenden in gleicher Höhe für die Bausanierung zu bekommen. „Der Spender kann also sicher sein, dass das Vorhaben, das er unterstützt, auch umgesetzt wird“, sagt der Bürgermeister. Kommen zum Beispiel 10.000 an Spenden zusammen, gibt es auch 10.000 vom Treuhandkonto.

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Die finanzielle Unterstützung ist übrigens nur deshalb möglich, weil der Haushalt 2019 mit einem Überschuss rund sieben Millionen Euro deutlich besser ausfällt als ursprünglich geplant. Vor allem verzeichnet die Stadt deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen, als sie vor einem Jahr kalkuliert hat.

Die Ratsfraktionen scheinen mit diesem Vorgehen einverstanden zu sein. Friedhelm Fragemann (SPD) hat aber schon mal deutlich gemacht, dass er von den St.-Ursula-Schulen ein Entgegenkommen erwarte. Dass ihre Anmeldetage stets vor den anderen Schulen in Dorsten stattfinden, wird ja bei der „Konkurrenz“ am Petrinum durchaus kritisch gesehen.

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