Uwe Haas leitet das Familienzentrum "Regenbogen"

Beruf Erzieher

Uwe Haas hat sich für einen Beruf entschieden, in dem der Männeranteil überschaubar ist. Haas ist der einzige Erzieher im Familienzentrum "Regenbogen" - und wird von den Kindern mit Gesängen begrüßt, wenn er den Raum betritt.

DORSTEN

von Von Kathrin Migenda

, 17.09.2012, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kinder kommen gern zu Uwe Haas, so wie Lucien, der sich verarzten lässt.

Die Kinder kommen gern zu Uwe Haas, so wie Lucien, der sich verarzten lässt.

In der Kita gibt es eine Erzieherin, die vor allem für die Sprachförderung zuständig ist. Eine Klavierlehrerin kommt zweimal pro Woche in die Kita und bringt den Kleinen, für einen Beitrag von 35 Euro im Monat, spielerisch das Instrument näher.

Seit 20 Jahren arbeitet Uwe Haas als Erzieher, wobei er den Ausdruck überhaupt nicht mag. „Woher kommt denn das Wort Erzieher? Da steckt doch das Wort ziehen drin. Ich aber möchte ein Kind nicht in eine Richtung ziehen, in die ich es haben will. Ich bin Wegbegleiter, suche nach Stärken der Kinder und lasse sie selbständig werden.“ Ein Beispiel: In der Kita gibt es ein Frühstücksbuffet, die Kinder können selber entscheiden, was und wie viel sie bis 10.30 Uhr essen möchten.

Uwe Haas arbeitete ehrenamtlich für die Kirche und machte eine Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker. Nach der Ausbildung folgte der Zivildienst, der ihm einen neuen Weg aufzeigte. Im Bottroper Kinderheim entdeckte er, welchen positiven Einfluss man auf Kinder haben kann. Er wurde Erzieher, arbeitete in einer Werkstatt für Behinderte und ließ sich zum Heilpädagogen ausbilden.Dann studierte Uwe Haas Sozialpädagogik und machte noch eine Ausbildung zum Familientherapeuten und Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche. Inzwischen hat er seine wahre Profession gefunden. Er erledigt nicht nur die Arbeiten eines Leiters, koordiniert also Termine und führt Aufnahmegespräche, sondern ist oft in den Gruppen, um seine Mitarbeiterinnen zu unterstützen.

Auch zwischen den Hervester Einrichtungen ist der Kontakt enger geworden. „Sie wenden alle das Bensberger Mediationsmodell an, das der Streitschlichtung dient“, erklärt Uwe Haas. Für handwerkliche Arbeiten fühlt er sich ebenfalls zuständig. So baute Uwe Haas ein Podest, auf dem die Jüngsten schlafen, unter dem sie sich aber auch verstecken können. Die Verkleinerung der Kita von vier auf zwei Gruppen und ein Eingewöhnungsgruppe für Zwei- bis Dreijährige ist für Haas ein Fortschritt. „Wichtig ist eine Förderung auch für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, wenn das zu Hause nicht möglich ist.“

In der Kita gibt es eine Erzieherin, die vor allem für die Sprachförderung zuständig ist. Eine Klavierlehrerin kommt zweimal pro Woche in die Kita und bringt den Kleinen, für einen Beitrag von 35 Euro im Monat, spielerisch das Instrument näher.

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