Verfolgungsjagd unter Alkohol

12.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Eigentlich wollte ein 19-Jähriger aus Östrich gestern gegen 5 Uhr mit dem heimlich ausgeliehenen Polo seiner Mutter nur kurz zur Tankstelle fahren und etwas einkaufen. Daraus entwickelte sich eine Verfolgungsfahrt quer durch Holsterhausen, die erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Zunächst fiel der junge Fahrer einer Streifenwagenbesatzung auf der Borkener Straße auf, weil er das Nebellicht eingeschaltet hatte. Als die Beamten ihn darauf hinweisen wollten, ergriff der junge Mann die Flucht. Seine Geschwindigkeit betrug zeitweise 120 km/h und zwang andere Autofahrer sowie die Streifenwagenbesatzungen zu Notbremsungen.

Am Riedweg schlängelte sich der Polo durch das Fußgängertor des Marienfriedhofs, welches sich als zu eng erwies: Tor und Außenspiegel wurden beschädigt. Als das Fahrzeug am anderen Ende des Friedhofs wieder herauskam, nahm die Flucht ein schnelles Ende. Mit platten Reifen und deutlich lädiert stand der Wagen am Bahnübergang Gälkenheide.

Der 19-jährige Beifahrer konnte gestellt werden, während der Fahrer zunächst unauffindbar war. Kurze Zeit später entdeckten die Beamten ihn bäuchlings im hohen Gras liegend, wo er sich schlafend stellte.

Der junge Fahrer wurde zur Wache gebracht. Da stellte sich heraus, dass ihm die Fahrerlaubnis bereits vor einiger Zeit entzogen worden war und aufgrund seiner deutlichen Alkoholisierung wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Die Mutter fiel aus allen Wolken, als die Polizisten sie weckten und ihr den Sachverhalt schilderten.

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