Verschärftes Kontaktverbot: Dorsten fühlt sich „gut aufgestellt“

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Dorsten hat seinen Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) bis auf weiteres deutlich verstärkt. Für das nun verschärfte Kontaktverbot sieht der Bürgermeister die Stadt „gut aufgestellt“.

Dorsten

, 22.03.2020, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit diesem Wochenende sind täglich rund 30 haupt- und ehrenamtliche Ordnungshüter im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Zu ihren Aufgaben gehört es, Menschen, die sich nicht an die Regeln im Zusammenhang mit dem Coronavirus halten, gezielt darauf hinzuweisen und notfalls auch Verwarnungen auszusprechen.

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„Es ist gut, dass wir unser KOD-Team innerhalb kürzester Zeit erheblich aufstocken konnten. Kontrollen sind definitiv sinnvoll. Darüber hinaus sind wir mit dieser Maßnahme sehr gut für die Durchsetzung des durch Bund und Land ausgesprochenen Kontaktverbotes aufgestellt“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff.

„Ich bin stolz auf die Dorstener“

Gleichwohl lobt der Bürgermeister das Verhalten der Dorstener an diesem Wochenende: „Ich bin stolz darauf, dass sich die Bürger an die Regeln halten, die es zum Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit der Mitmenschen zwingend zu beachten gilt. Das zeigt, dass sie den Ernst der Lage verstanden haben.“

Am Sonntag musste der Kommunale Ordnungsdienst lediglich drei Platzverweise aussprechen. Im Fokus stehen auch Spielplätze und Schulhöfe. Obwohl die Spielplätze im gesamten Stadtgebiet seit Mittwoch gesperrt sind, hatten sich in der vergangenen Woche immer wieder Menschen dort versammelt.

Geld- und Freiheitsstrafe sind denkbar

Dieses Verhalten sei „ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung, das mit einer empfindlichen Geldstrafe oder in besonders schwerem Fall gar mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann“, betonte die Stadtverwaltung am Sonntagabend in einer Mitteilung.

Der KOD steht ständig in engem Austausch mit den Kollegen, die die Corona-Hotline der Stadtverwaltung besetzen. Hier sind in den vergangenen Tagen auch Hinweise zu Verstößen eingegangen und sofort weitergeleitet worden.

An diesen Westen sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in Dorsten zu erkennen.

An diesen Westen sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in Dorsten zu erkennen. © Stadt Dorsten

Zu erkennen ist der Kommunale Ordnungsdienst an seiner Dienstbekleidung. Die Mitarbeiter tragen entweder eine blaue Uniform mit der Aufschrift „Stadt Dorsten – Ordnungsamt“ oder aber gelbe Westen mit der gleichen Aufschrift. Sie haben außerdem einen Dienstausweis.

Eingesetzt wird der Kommunale Ordnungsdienst zunächst von 8 Uhr bis 20 Uhr. Zu den anderen Zeiten wird die Polizei bei der Durchsetzung des Kontaktverbotes unterstützen.

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