Verwahrlosung hat ein Ende

Rhade Sommer, Sonne, Spielplatzfest: An der Reeser Straße wurde am Sonntag bei Kaiserwetter ein kleines Fest gefeiert. Grund: Wilhelm Gabrielczyk hat die Patenschaft für den 27 Jahre alten Spielplatz übernommen.

16.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der ehemalige Berufsfeuerwehrmann hat den Zerfall der Spielstätte hautnah mitbekommen, er wohnt direkt um die Ecke. "Als meine eigenen Kinder noch klein waren, sind wir auch oft da gewesen", erinnert sich Gabrielczyk. Heute hat der engagierte Familienvater zehn Enkel - Spielplatzbesuche sind für den Rentner also immer noch hochaktuell.

Die Idee für eine Spielplatzpatenschaft hatte Gabrielczyk schon vor einigen Jahren. Zusammen mit seinem Freund Bruno Gerdenken und Vertretern vom Tiefbauamt der Stadt, hat der Rhader das Konzept dann umgesetzt. "Das war alles ein bisschen verwahrlost hier", sagt Gabrielczyk über den Spielplatz an der Reeser Straße, "hier kam kaum noch jemand zum Spielen her, das war so verwahrlost. Und die Stadt hat leider nicht genug Geld, um alles immer in Stand zu halten." Jetzt nimmt der ehrenamtliche Spielplatzpate die Heckenschere einfach selbst in die Hand. Scherben im Sand, unansehnliche Spielgeräte, Wildwuchs - all das soll bald Vergangenheit sein.

Auf dem Spielplatzfest am Sonntag konnte Gabrielczyk auch schon erste Kontakte mit jungen Familienvätern knüpfen, die er gerne mit ins Boot holen möchte: "Ich suche eine Truppe, die mitmacht." Auch für die anderen Spielplätze in der Stadt werden noch Paten gesucht. ah

Wer wie Wilhelm Gabrielczyk Spaß an der Instandhaltung von Spielgeräten hat und auch gerne überflüssigem Grünzeug den Garaus macht, sollte sich bei der Stadt melden. Zuständig für die Patenschaft-Vergabe ist die Grünflächenabteilung des Tiefbauamts, Tel. (02362) 66 54 72.

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