Vestische über Coronavirus: „Ein sauberer Bus ist kein steriler OP“

Coronavirus

Die Vestische Straßenbahnen GmbH hat schon vor Wochen auf die sich anbahnende Coronavirus-Epidemie reagiert. Busfahrer mit Mundschutz und Handschuhen wird aber kein Fahrgast sehen.

Dorsten

, 28.02.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vestische Straßenbahnen GmbH

Die Busse der Vestischen (hier am ZOB in Dorsten) werden täglich gereinigt. Das hat aber nichts mit dem Coronavirus zu tun. © Robert Wojtasik (A)

Als vor einigen Wochen der erste Corona-Fall aus Bayern gemeldet wurde, hat die Vestische Straßenbahnen GmbH sofort reagiert. Das für Dorsten zuständige Verkehrsunternehmen aus Herten hat eine Mitarbeiter-Information herausgeben. Kernaussage: Besonnen bleiben!

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„Für unsere Mitarbeiter gelten die üblichen Vorkehrungen“, sagt Unternehmenssprecher Christoph van Bürk und verweist auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Eine gute Handhygiene könne die Verbreitung des Virus‘ erschweren, eine gewisse „Husten-Etikette“ (Armbeuge statt Hand) sollte ohnehin gelten.

Busse werden jeden Tag gereinigt

Dass Busfahrer mit Handschuhen und Mundschutz hinterm Steuer sitzen, ist unwahrscheinlich. Die mehr als 200 Busse der Vestischen werden täglich gereinigt, „aber das war schon immer so“, betont van Bürk. Desinfektionsstrahler werden aber nicht verwendet. „Ein Bus ist ein Bus. Und kein steriler OP.“

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Aus Sicht der Vestischen ist es unmöglich, umfassenden Infektionsschutz für Fahrgäste zu leisten. „Wir werden nicht verhindern können, dass Menschen, die vielleicht nicht wissen, dass sie erkrankt sind, in den Bus steigen“, meint van Bürk.

Ein mögliches Fahrverbot, über das in anderen NRW-Städten bereits spekuliert wird, ist bei der Vestischen kein Thema. Die Entscheidung würde ohnehin nicht das Unternehmen selbst treffen, sondern die Kreisverwaltung.

Auf der Internetseite des Kreises Recklinghausen sind weitere Informationen zum Thema Coronavirus zu finden, darunter auch eine FAQ-Liste mit den häufigsten Fragen und Antworten. Zudem bietet das Gesundheitsamt des Kreises ein Infotelefon zum Thema Corona an. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer 02361/532626. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Notrufnummer 112 für tatsächliche Notrufe freizuhalten.
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