Viel Leid bis zur Verheißung

12.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kirchhellen Sara, die Frau Abrahams: Ahnfrau, Herrin und Rivalin, eine Frau mit vielen Gesichtern, bestimmte am Mittwoch das Gespräch des Frauenabendkreises der evangelischen Kirchengemeinde in Kirchhellen.

Trotz der zeitlichen und kulturellen Distanz zu der bekannten Bibelgestalt, konnten die Frauen eine Menge Berührungspunkte entdecken. Berührungspunkte, von denen man sich Impulse und Anstöße für den eigenen Glauben und das eigene Leben erhofft.

Pfarrerin Kerstin Rödel hatte neben der Bibelgeschichte einiges vorbereitet, darunter auch meditative Texte, um den Frauen Gelegenheit zu bieten, dem Schicksal Saras nachzuspüren und es mit eigenen Erfahrungen und Emotionen zu verknüpfen. Höhen und Tiefen waren auch im Leben der Frau aus dem Alten Testament fest verankert.

Kinderlos bis ins hohe Alter hatte Sara viel Leid ertragen müssen, bis ihr eine Verheißung Gottes die Geburt des Sohnes Isaak versprach. Die Geburt im hohen Alter, der lang ersehnte Wunsch, der endlich in Erfüllung ging, als Zeichen für die Zukunft, ließe sich auch auf unser heutiges Leben übertragen, erklärte Kerstin Rödel die Bedeutung der Verheißung.

Im Alter Neues zu erfahren und sich neuen Aufgaben zu öffnen, sei auch eine Art von "Gebären". Das allgemeine Schmunzeln in der Runde verriet, dass man sich in einem Punkt einig war: "Es müsse ja nicht gleich ein Kind sein." Aber die Zukunft sei auch im fortgeschrittenen Alter weiterhin ein wichtiges Thema.

Enge Gemeinschaft

Der Frauenabendkreis trifft sich regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat und neben den Gesprächsrunden mit Pfarrerin Kerstin Rödel stehen auch Ausflüge, Wanderungen, Museumsbesuche und Buchbesprechungen auf dem Programm. Teamwork wird bei den Frauen großgeschrieben. Viele der 16 Frauen sind schon seit den 70er Jahren Mitglied des Frauenkreises. Die Geschichte der engen Gemeinschaft begann als "Treffen junger Mütter am Abend". "Wenn die Kinder im Bett waren, traf man sich hier im Pfarrheim", erzählte die Leiterin der Runde, Waltraud Bresser. Unter der Leitung von Irene Reusch wurde daraus dann der Frauenabendkreis und inzwischen ist man eng zusammengewachsen. Herzlichkeit und Harmonie herrschte auch beim Treffen am Mittwoch, wo jede die Gelegenheit erhielt, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. tif

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