"Virtuell-Visuell" findet Quartier für den Übergang

In der Galerie TR

DORSTEN Für eine kurze Zeit war der Dorstener Kunstverein "Virtuell-Visuell" ausstellungstechnisch gesehen heimatlos - hat aber für die "Kunstroute" nun zumindest ein Übergangsquartier gefunden: die Räumlichkeiten der ehemaligen Galerie "TR" in der Wiesenstraße.

von Von Michael Klein

, 15.07.2009, 19:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Virtuell-Visuell"-Vorsitzende Angelika Krumat rahmt den Eingang zur ehemaligen TR-Galerie in der Wiesenstraße schon mal ein. Hier findet die nächste Ausstellung statt.

"Virtuell-Visuell"-Vorsitzende Angelika Krumat rahmt den Eingang zur ehemaligen TR-Galerie in der Wiesenstraße schon mal ein. Hier findet die nächste Ausstellung statt.

"Die Größe ist perfekt, der Raum liegt ebenerdig und außerdem ist der Standort mitten in der Innenstadt, nur wenige Schritte vom Alten Rathaus entfernt", freut sich Vereinsvorsitzende Angelika Krumat. Sie hat in den vergangenen Wochen so einige potentielle Domizile abgeklappert, war am Brauturm in Wulfen, auf dem Dekowe-Gelände. "Aber irgendwie passte das alles nicht."

Umso begeisterter ist Angelika Krumat deshalb von den ehemaligen Galerie-Räumen, die seit mehr als vier Jahren leer stehen. "280 Quadratmeter haben uns die Familie Steinrötter zur Verfügung gestellt." Für die Kunstroute, die am letzten Oktober-Wochenende auch mit einer Gemeinschaftsschau von Virtuell-Visuell-Künstlern über die Bühne gehen soll, müsse der Verein nicht mal allzu viel umbauen oder vorbereiten.Finanzielle Bedingungen sind entscheidend

Die Absprache mit den Vermietern gilt erst mal nur für das Kunstrouten-Wochenende. "Mal sehen, wie es weitergeht", sagt Angelika Krumat. Sie kann sich durchaus vorstellen, dass der Standort eine längerfristige Option sein könnte. "Das kommt natürlich auf die Bedingungen an, auf das, was wir uns finanziell leisten können."

Anfragen von Künstlern für Ausstellungen in Dorsten verzeichnet Angelika Krumat jedenfalls zuhauf. "Vielleicht nicht ganz die Kategorie, die wir für die Woolworth-Beletage gewinnen konnten, aber trotzdem welche mit Namen. Wir haben inzwischen einen Ruf in der Szene."

Verständnis für ipe

Die obere Woolworth-Etage bezeichnet Angelika Krumat zwar als das Nonplusultra für Kunst in Dorsten, doch die Ausstellung mit den beiden Fotografinnen Birgitta Thaysen und Katharina Mayer im März war angesichts der Woolworth-Insolvenz die letzte dort.

"Ich kann verstehen, dass die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen", sagt Angelika Krumat zu der Entscheidung des Eigentümers ipe, dort keine Kunst-Aktivitäten mehr zu planen, um kurzfristig auf Mietinteressenten reagieren zu können.

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