„Visionen“ für die Lippestraße entwickelt

Fassadengestaltung

Von dem Innenstadtprojekt "Wir machen Mitte - Dorsten 2020" soll auch die Fußgängerzone profitieren. Dabei soll es nicht nur um Pflasterung und schöneres Sitzmobilar gehen, sondern auch um die Gebäude-Fassaden. Da liegen jetzt erste Entwürfe vor.

Dorsten

, 01.10.2015, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kürzlich hat es auf Einladung von Windor eine erste Eigentümerversammlung geben, von 250 angeschriebenen Immobilienbesitzern waren 60 dabei. Stellvertretend für die gesamte Fußgängerzone wurde ihnen eine "Vision der Lippestraße" präsentiert. "Wir wollen Mut machen, dass vor allem hier etwas passiert", sagt Stephan Reken (DIA). Denn 1A-Lage sei die Lippestraße nicht mehr, angesichts der Mercaden-Ansiedlung liege hier "die Herausforderung der Zukunft".

"Überschaubarer Einsatz"

Das Dorstener Architektenpaar Karina Smorczewski und Alexander Keller hatte sich im Vorfeld Gedanken über die Fassadengestaltung gemacht. Mit "überschaubarem Einsatz", so Alexander Keller, könne die städtebauliche Ästhetik verschönert werden. Einheitlichere Werbeschriftzüge, nach vorne gezogene Geschäftseingängen neue Anstriche, schmuckere Balkon- und Fensteroptik, dezente Verwendung von Klinker- und Naursteinmaterialien - seine Vorher-Nachbar-Bilder zeigen, was möglich ist.

"Das sind natürlich nur Vorschläge", sagt Bernd Lehmann vom Planungsamt der Stadt, dennoch sollen sie einen "roten Faden" bilden für diejenigen Immobilienbesitzer, die etwas an ihrem Eigentum tun wollen. Über die Förderbewilligung will die Stadt Einfluss nehmen auf die Neugestaltung. "Wir wollen den Besitzern einen Stadtbildplan und ein Gestaltungshandbuch mitgeben." Ziel sei eine architektonische "Wiedererkennbarkeit" in der Stadt.

Fördermittel für Fassadenerneuerung

Schon bevor die Fußgängerzone nach Vorbild des neuen Lippetorplatzes umgestaltet sein wird, sollen die Hauseigentümer nach Wunsch der Stadt ihren Beitrag zur Attraktivitätssteigerung leisten. Wer seine Fassade erneuert (im besten Fall auch energetisch), kann mit Fördermitteln aus dem Hof- und Fassadenprogramm rechnen. Für das erste Jahr sind dafür 70000 Euro aufgelegt worden, das Geld wird aber bis 2020 kräftig aufgestockt. Maximal 24 Euro Zuschuss pro saniertem Quadratmeter gibt es.

City-Management soll Leerstände beseitigen

Arno Schade (Windor) weist darauf hin, dass das Thema der Fassadengestaltung nur ein Aspekt sei, wie die Innenstadt für die Zukunft fit gemacht werden könne. Das Handlungskonzept beinhalte nämlich ein "City-Management", das sich um Ansätze zur Beseitigung von Leerständen ebenso kümmern soll wie um die Aufwertung des öffentlichen Raums.

Eine Steuerungsgruppe zur Verzahnung von Online-Geschäftsmodellen und stationärem Handel soll gegründet werden, das Altstadtmarketing gestärkt und ein Bürgerfonds eingerichtet werden, mit dem Quartiersfeste, Kunstprojekte und Grünflächen-Aktionen gefördert werden können.

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