Vom Sandkorn zur Skulptur

Kirchhellen «Meereswelten» lautet das Motto des Sandfestivals Ruhr am Kemnader See.

06.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Phantasievolle, meterhohe Skulpturen aus Sand sollen hier in den nächsten Wochen entstehen und 23 Sandkünstler aus aller Welt wollen ihr Können beweisen. Vom 25. Juli bis zum 9. September werden die sommerlichen Kunstwerke dann zu bewundern sein. Neben den insgesamt 10 Skulpturen von je vier Metern Höhe, die am Wettbewerb zum 1. Sandskulpturenpreis Ruhr teilnehmen, zählt dazu auch ein gemeinsames «Showpiece» aller Künstler, welches eine Höhe von zehn Metern erreichen soll.

Die Vorbereitungen zum Festival laufen auf Hochtouren und die Geschichte der Skulpturen beginnt nicht etwa vor Ort am See, sondern mitten in einer Sandgrube in Kirchhellen. Denn hierher stammt der Sand, der den Künstlern als unverzichtbares Werkzeug dienen soll.

Europaweiter Vertrieb

Stresan - so der Name des hochwertigen Sandes, den die Firma Stremmer bereits seit 1938 europaweit als Reitwege-Sand vertreibt. In verschiedenen Mischungen, die je nach Anforderung modifiziert werden können, bietet der besonders stabile Sand den perfekten Untergrund für Pferd und Reiter.

Stabilität lautet auch das Schlüsselwort für den Sand der geplanten Skulpturen, die den Witterungsbedingungen während der gesamten Festivallaufzeit trotzen müssen. Durch die feine Kornstruktur kann der Kirchheller Spezialsand besonders gut die benötigte Feuchtigkeit halten und soll damit den festen Stand der Kunstwerke garantieren.

Das Rezept für die perfekte Mischung der Sandsorten liegt bereit, und Anfang der Woche sollen die ersten der rund 80 Sattelzüge Richtung Kemnader See rollen. 2000 Tonnen des hellen, goldgelben Materials werden dann auf die Reise geschickt, was den Veranstaltern bei den aktuellen Witterungsbedingungen einigen Organisationsaufwand abverlangt.

«Die Zuwege zum See sind durch die starken Regenfälle aufgeweicht und die LKW könnten den Boden beschädigen», befürchtet Manfred Stremmer, der noch auf grünes Licht des Veranstalters wartet. Eine Lösung muss schnell her, denn es ist noch ein weiter Weg vom Sandkorn in der Kirchheller Grube bis hin zur kunstvollen Statur am Kemnader See. tif

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