Von-Ketteler-Schule freut sich auf neuen Anbau

DORSTEN Die Vorfreude darauf, bald echte Ganztagsschule zu sein, überstrahlt an der von-Ketteler-Schule alle Begleiterscheinungen. Seit Januar wird dort gemauert, Durchbrüche werden geschlagen, Fußböden erneuert und neue Leitungen verlegt.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 27.03.2009, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jeder Jahrgang der Von-Ketteler-Schule hat ein Bild gemalt, das nun in einer Schatulle unter dem Grundstein der Nachwelt Zeugnis über den Schulausbau ablegt.

Jeder Jahrgang der Von-Ketteler-Schule hat ein Bild gemalt, das nun in einer Schatulle unter dem Grundstein der Nachwelt Zeugnis über den Schulausbau ablegt.

Und Freitagvormittag kam der Grundstein für den neuen Gebäudetrakt dazu, der nach den Sommerferien zusätzliche Klassen- und Arbeitsräume, Unterstufen-Küche, und Archiv beherbergen wird. Auch der neugestaltete Schulhof bietet dann attraktive Spiel- und Sportmöglichkeiten.

Das war natürlich ein Grund zum Feiern. Die ganze Schule hatte etwas beizutragen. So fertigte jeder Jahrgang Plakate, die zusammen mit Schul-Daten, Tageszeitungen und einem kleinen Münz-Säckchen (Margarete Kannengießer: "Darin sind 3,88 Euro - also alle Münzen für die Nachwelt") in einer großen Schatulle Platz fanden. Der Bürgermeister fügte noch eine große antike Münze hinzu, dann wurde die Schatulle in die Wand eingemauert.Noch nie so ein schönes Lied gehört

Lambert Lütkenhorst hatte an dem Termin sowieso seine Freude: "Ich habe schon viele tolle Lieder gehört, aber noch nie ein so schönes", dankte er dem Schul-Chor für den selbst getexteten Beitrag, um dann augenzwinkernd seine Schmeichelei zu erklären: "Es war deshalb so schön, weil ich darin vorkam."

Dann wurde er ernst: "Ich bin sehr froh, dass dieses Projekt geschultert werden kann. Mein Dank geht an alle, die sich schon lange Jahre für diese Schule einsetzen, insbesondere die KAB. Bei so vielen Aktionen kann man schon von einer gewissen Einmaligkeit sprechen."Umzug in die Matthäusschule

Schulleiterin Margarete Kannengießer freute sich über den Zuspruch und vor allem darüber, dass die Bauarbeiten jetzt schon begonnen haben: "Das ist gar nicht von Nachteil, dass die Stadt so unter Druck stand. Es läuft gut und wir sind froh, dass im Sommer alles fertig ist."

Damit die Handwerker zügig arbeiten können, sind die zwei Klassen solange in die Matthäusschule umgezogen. Das Lehrerzimmer wurde geräumt und einige Klassen sind provisorisch in Werkräumen und der neuen Schulbücherei untergebracht. Dass dies der Freude keinen Abbruch tut, brachten zwei Schülerinnen mit einem Dreizeiler zum Ausdruck: "Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust und wenn wir keine Schule haben, dann haben wir nur Frust!"

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