Von leise bis laut - Open-Air-Konzert riss die Zuhörer von den Bänken

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Ein buntes Potpourri an musikalischen Genres sorgte am Samstag (15. August) für Begeisterung beim Publikum der Open-Air-Veranstaltung des Vinylcafes.

von Gregor Rößmann

Hervest

, 16.08.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war knapp mit dem Wetter am Samstagnachmittag (15. August). Vinylcafe-Betreiber Heinz Töns hatte über Facebook die Gäste seines Open Airs rechtzeitig beruhigt: „Wenn es auch ein wenig regnet, wir ziehen durch!“ Bis auf ein paar vereinzelte Tröpfchen blieb das Wetter dann auch stabil und die 150 Musikfans, die von den Organisatoren mit entsprechenden Abständen platziert wurden, konnten den Konzertabend genießen.

Den Anfang machte der junge Hertener Dustin Dörper, der seine deutschsprachigen Songs solo mit Gitarre darbot. Dustin schreibt seine Stücke selbst und verarbeitet sehr gefühlvoll die nicht immer einfachen Herausforderungen seiner Jugend. Souverän suchte er den Kontakt zum Publikum und hatte eine tolle Präsenz so ganz allein auf der Bühne. Das Soloprojekt soll aber bald enden, da er mit einigen Mitstreitern die Band „Echtzeit“ gegründet hat.

Weiter ging es mit Musik des „Man in Black“. Die niederrheinische Coverband „Remember Johnny“ ließ sich nicht lange bitten und eröffnete direkt mit Cash´s Folsom Prison Blues und schlug den Bogen über Klassiker wie „Ring of Fire“ bis hin zu den Spätwerken wie „Hurt“. Die Musik des großen, amerikanischen Country Stars wurde liebevoll, mit viel Spielfreude im typischen „Train Beat“ gecovert.

Ruhigere Töne gab es von der Formation Pam & the Radiofaces mit Sängerin Pamela Tschentscher.

Ruhigere Töne gab es von der Formation Pam & the Radiofaces mit Sängerin Pamela Tschentscher. © Gregor Rößmann

Die Überraschung des Abends war ganz klar das Essener Trio „Formosa“, das eigentlich im Hard Rock zu Hause ist. Um die Dezibelzahl in Grenzen zu halten brachten die Musiker ihre Stücke im „Unplugged Style“. Mitgebracht hatten die Jungs unter anderem Songs ihres aktuellen Albums „Danger Zone“. Es waren wunderschön gesungene und komplexe Stücke, die beim Publikum super ankamen. Das Trio möchte Dorsten auf alle Fälle wieder einen Besuch abstatten und hofft, mit ihren tollen Songs den musikalischen Durchbruch zu schaffen.

Ruhiger Töne mit Sängerin Pamela Tschentscher

Nun wurde es ruhiger mit der Formation Pam & the Radiofaces. Mit der großartigen Stimme der Sängerin Pamela Tschentscher, kamen die Nummern von Alison Krauss, Norah Jones, Amy Winehouse und anderen aus der Szene stimmgewaltiger Künstler daher und die teils mitsingenden Zuhörer ließen die Band nicht ohne Zugabe von der Bühne. Für Sängerin Pamela aus Marl war es fast ein Heimspiel und sie möchte Heinz mit dem Vinylcafe weiterhin die Treue halten.

Höhepunkt und Finale des Abends war die Indie Folk Band „Threepwood, N Strings“ . Sie waren ein Augen-und Ohrenschmaus und die starke Atmosphäre in der Dämmerung tat ihr Übriges. Mit „unverschämter“ Lässigkeit kamen teils eigene und teils Coversongs daher. Von der ersten Minute waren sie da und jagten einen regelrechten Zauber in die Nacht. Der mehrstimmige Gesang und das Können der multi-instrumentalen Musiker riss die Leute von den Bänken.

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