Vorhang auf zur neuen Spielzeit

Dorsten Theater und Kleinkunst, Kammerkonzerte und Kinderaufführungen, Jazz und vieles mehr bietet das Kulturbüro Dorsten in der kommenden Spielzeit an. Die Dorstener Zeitung stellt ab heute die Kultursaison in regelmäßigen Abständen vor. Heute: Die Theaterangebote in der Aula der St. Ursula-Realschule.

06.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Aufführung «Jahrhundert Revue» , geschrieben von Fritzdieter Gerhards und Günther Knappe, nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende. Kaum eine Epoche hatte so viele gesellschaftliche und politische Veränderungen gebracht wie die vergangenen hundert Jahre. Von den Beatles bis zur Flower-Power-Zeit war alles dabei. Dies macht sich das Ensemble aus Tänzern, Sängern, Schauspielern und Musikern zum Motto und schafft es, das Publikum in die jeweilige Stimmung der Zeit zu versetzen.

«Jahrhundert Revue» in der Aufführung der Konzertdirektion Landgraf ist unter der Musikzusammenstellung von Horst Maria Merz entstanden und läuft am Montag, 15.Oktober, um 20 Uhr.

«Reifeprüfung» ist ein Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Charles Webb und unter Verwendung des Drehbuchs zum Film von Calder Willingham und Buck Henry .

Im Mittelpunkt des Stückes steht der junge College Absolvent Benjamin Braddock. Benjamin hat keine Vorstellungen von seiner Zukunft und so nimmt er mehr aus Langeweile die Avancen von der befreundeten Mrs. Robinson zu einer oberflächlichen Affäre an. Später lernt er die Tochter der Familie kennen. Die beiden verlieben sich ineinander. Die Tochter, Elaine, wendet sich jedoch enttäuscht von Benjamin ab, als dieser ihr seine Affäre mit ihrer Mutter gesteht. Einige Turbulenzen folgen, doch das Happy End ist nicht weit. Es kommt zu einem dramatischen Showdown in einer Kirche.

Unter Mitwirkung von Anja Kruse, Thomas Weber-Schallauer und anderen findet das Theaterstück am Montag, 5. Oktober, um 20 Uhr statt.

Das Schauspiel «Von Mäusen und Menschen» , geschrieben von John Steinbeck, spielt in Kalifornien der 30er Jahre.

Die beiden Wanderarbeiter George und der geistig zurückgebliebene Lennie träumen von einem besseren Leben und einer eigenen kleinen Farm. Die beiden sind Schulfreunde und Lennie hat es sich zur Aufgabe gemacht sich um den Dummkopf zu kümmern. Doch als sie wieder eine Arbeitsstelle verloren haben und neu auf einer Farm anfangen, kommt es zu der Tragödie. Lennie , der seine Bärenkräfte nicht immer unter Kontrolle hat, erwürgt in Panik die Frau des Farmers und flieht. George findet ihn und damit die aufgebrachten Farmarbeiter den einfältigen Lennie nicht lynchen, fällt George eine tragische Entscheidung.

Das Schauspiel ist am Montag, 28. Januar 2008, um 20 Uhr zu sehen. Als Schauspieler dabei: Hannes Jaenicke und Roman Knizka

Die Komödie in zwei Akten «Mondlicht und Magnolien» Michael Lesch von Ron Hutchinson und mit den Schauspielern (Foto), Markus Völlenklee, Dietmar Pröll und Reneé Zaluski handelt von dem legendären Chaos bei der Verfilmung des Buches «Vom Winde verweht». Man befindet sich im Jahre 1939. Der Produzent David O. Selznick hat die Rechte für das Buch teuer gekauft, sieht sein Lieblingsprojekt aber platzen. Das Drehbuch taugt nichts, der Regisseur auch nicht. Er braucht einen neuen Regisseur und zwar schnell. Da kommt nur der berüchtigte Ben Hecht infrage, wenn es um Dialoge geht. Das einzige Problem: Hecht hat das Buch nicht gelesen, das Stück muss aber in fünf Tagen fertig sein. Unter größter Mühe spielt die Crew Hecht jede Szene einzeln vor, er schreibt die Texte. Nach fünf schlaflosen Nächten ist es geschafft.

Hutchinsons Komödie läuft am Montag, 18. Februar 2008, um 20 Uhr.

«Ladylike» , ein Stück von Ingrid Noll, zeigt mit viel Humor, welche Überraschungen das letzte Lebensdrittel noch zu bieten hat.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Seniorinnen Lore und Anneliese, die im zarten Alter von 73 Jahren eine Frauen-WG gegründet haben und sich nun so richtig ausleben können. «Wir könnten schmuggeln, stehlen, dealen, morden, einbrechen, erpressen und kidnappen, soviel wir wollten, keiner hätte uns je in Verdacht. Niemand könnte eine Personenbeschreibung abgeben, denn man schaut uns seit Jahren nicht mehr an. Wir grauen Panther sind die unsichtbare Geisterarmee der Nation.» Mit diesen Worten taucht das Publikum in das Leben zweier nicht ganz so gewöhnlicher Damen ein.

Das Theaterstück gespielt vom Wesfälischen Landestehater Castrop-Rauxel, findet am Montag, 10. März 2008, um 20 Uhr statt.

Das Musical «Der kleine Horrorladen», geschrieben von Howard Ashman und Musik von Alan Menken, nimmt seinen Anfang in Herrn Mushniks armseligem Blumenladen, der schon bessere Tage gesehen hat. Sein linkischer Gehilfe Seymour erträgt alle Schikanen aus Liebe zu seiner angebeteten Kollegin Audrey. Als Seymour mit einer seiner exotischen Züchtungen das Schaufenster dekoriert, zeichnet sich plötzlich eine Trendwende ab. Der bankrotte Laden beginnt zu boomen, die Kundschaft strömt und auch privat scheint sich das Blatt zu wenden. Doch alles hat seinen Preis: Die Monsterpflanze fordert ihren Tribut. Zunächst gibt sie sich mit Blut zufrieden, aber bald verlangt sie nach mehr.

Zu sehen ist das Musical «Der kleine Horrorladen» am Montag, 14. April 2008, um 20 Uhr.

Abo-Karten kosten in der Preisgruppe I 62 Euro (erm. 47 Euro), in der Preisgruppe II 53 Euro (erm. 40 Euro) und in der Preisgruppe III 48 Euro (erm. 36 Euro). Einzelkarten kosten zwischen 10 und 13 Euro (erm. 7 bis 10 Euro) und sind einen Monat vor der Aufführung erhältlich. Abo-Bestellungen im Kulturbüro, Tel. (02362) 66 40 52, vhs-und-kultur@dorsten.de und www.dorsten.de/vhsundkultur.htm

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