Vortrag zum Thema Energiepass

17.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kirchhellen Den Sachverstand in den eigenen Reihen machte sich der SPD-Ortsverein Kirchhellen-Mitte zu Nutze und lud zu einer Veranstaltung zum Thema "Energiepass" mit Dr. Hans-Friedrich Hinrichs vom Gladbecker Ingenieurbüro ktb - Technologie - Beratung - und -Planung GmbH ein.

Einführung beschlossen

Gerade hatten Bundeskabinett und Bundesrat das Gesetz zur Einführung zum 1. Juli 2008 beziehungsweise 1. Januar 2009 verabschiedet. Der Referent betonte in seiner Einleitung die Bedeutung der Einführung des Energiepasses als Einstieg zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, denn ein Drittel unseres gesamten Primärenergieverbrauchs wird für Heizung und Warmwasserbereitung benötigt. Das ist nur durch Einsparung und Steigerung der Effizienz der Energienutzung möglich. Dazu müssen aber neue Technologien gefunden werden, die auch die deutsche Importabhängigkeit von Energie senken könnten und zugleich ein Exportschlager wären.

Der Energiepass nützt also nicht nur im privaten Bereich. Die Ausstellung eines Energiepasses wird Vorschrift für alle neu vermieteten, verkauften und gebauten Immobilien ab 2008. Unterschieden wird bei den Energieausweisen zwischen dem Energieverbrauchspass - errechnet aus den gemittelten Verbrauchswerten der vergangenen drei Jahre - und dem Energiebedarfspass, der Gebäudehülle und Anlagentechnik berücksichtigt.

Zertifizierung nötig

Erstellt werden die Energiepässe von Energieberatern und werden je nach Art und Umfang von beispielsweise ein bis zwei Wohneinheiten zwischen 100 und 400 Euro kosten. Dr. Hinrichs weist ausdrücklich daraufhin, dass die Aussteller bei der Deutschen Energie-Agentur oder der BAFA als vor-Ort-Energieberater zertifiziert sein müssen.

Im Anschluss an die umfassenden Informationen blieb noch Zeit für Fragen an den Referenten.

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