Waldfriedhof soll ein anderes Gesicht bekommen

HOLSTERHAUSEN Dorstens größte städtische Grabstätte soll ein neues Gesicht bekommen. Folgen die Ratsgremien den Vorschlägen der Verwaltung, dann wird sich auf dem Waldfriedhof eine Menge ändern.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 05.01.2009, 18:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Februar wird in den Ratsgremien über die Umgestaltung und die künftige Nutzung der Trauerhalle des Waldfriedhofes beraten.

Im Februar wird in den Ratsgremien über die Umgestaltung und die künftige Nutzung der Trauerhalle des Waldfriedhofes beraten.

Eine neue Behinderten-Toilette sei dafür ebenfalls vorgesehen. Weil Leichenzellen in bisheriger Zahl schon lange nicht mehr benötigt werden, ist daran gedacht, den Gebäudetrakt um ein Kolumbarium zu ergänzen. Das ist ein Gewölbe, in dessen Wandnischen nach Feuerbestattungen Urnen ihren Platz finden. Die zweite augenfällige Änderung betrifft den Eingangsbereich. „Der gegenwärtig am stärksten frequentierte Eingangsbereich hat ja fast den Charakter eines Wanderparkplatzes bekommen“, stellt Gläßner fest, „wir wollen den eigentlichen Haupteingang, vielleicht auch durch anders angeordnete Parkplätze, wieder stärker aktivieren und so gestalten, dass dort die Friedhofs-Würde angemessen zum Ausdruck kommt.“

Vielleicht als erstes angepackt wird aber das wachsende Bedürfnis nach Gemeinschafts-Grabanlagen. Stadtbaurat Gläßner: „Wir möchten den Trend zur anonymen Beerdigung stoppen und stattdessen Möglichkeiten zu einer kostengünstigen Bestattung bieten, die zeitgemäßen Formen entspricht.“ Dazu könnten Gräber unter Bäumen ebenso gehören wie Rasengräber, in deren Mitte Säulen die Namen der Verstorbenen nennen. Im Februar haben dazu die Politiker das Wort.

Lesen Sie jetzt