Was Geburtstage mit Verkehrszeichen zu tun haben

Besuch in der Schilderwerkstatt

Knapp 12.000 Verkehrs- und Straßenschilder stehen in Dorsten, gewartet und ausgetauscht werden sie von den Mitarbeitern der Schilderwerkstatt an der Halterner Straße. Und die haben es nicht gerade selten mit geklauten Schildern zu tun. Der Grund? Runde Geburtstage.

DORSTEN

, 15.10.2014, 17:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bauhof-Mitarbeiter Christian Groote (l.) und Michael Miksche sorgen dafür, dass der innerörtliche Verkehr sicher läuft.

Die Bauhof-Mitarbeiter Christian Groote (l.) und Michael Miksche sorgen dafür, dass der innerörtliche Verkehr sicher läuft.

Michael Miksche und Christian Groote sorgen dafür, dass der innerörtliche Verkehr sicher läuft – kümmern sie sich doch als Mitarbeiter in der Schilderwerkstatt des Bauhofs an der Halterner Straße darum, dass verschmutzte Verkehrsschilder gesäubert, beschädigte oder vergilbte repariert oder ausgewechselt, alte abgebaut und neue aufgestellt werden. 17.000 Euro stehen im städtischen Etat für Verkehrszeichen zur Verfügung. "Das Geld müssen wir jedes Jahr ausschöpfen", erklärt Einsatzleiter Koperwas. Denn bei den regelmäßigen Streckenkontrollfahrten gibt es immer wieder Auffälligkeiten. "Da werden bei Schützenfesten Hinweisschilder umgebogen oder Leitpfosten herausgerissen", sagt Michael Miksche. "Auch Graffitis sind ein Problem", erklärt Christian Groote: "Da müssen wir anschließend mit teurem Spezialreiniger ran." 

Und besonders ärgerliche Kosten entstehen im Winter: "Da rutschen immer einige Autofahrer auf glatter Straße gegen ein Schild und machen sich anschließend davon, ohne den Schaden zu melden", bestätigt Jörg Koperwas. 12.000 Schilder betreuen die Bauhof-Mitarbeiter in Dorsten. Die Schilderwerkstatt an der Halterner Straße gibt einen Einblick in deren Vielfalt. In den Lagerregalen sind fast 2000 Verkehrszeichen fein säuberlich nebeneinander gestapelt und nach Farbe, Symbolik und Beschriftung geordnet. Dazu kommen die rot-weißen Radweg-Symbole und Schilder mit den Straßennamen. In einem weiteren Raum lagern die Metallpfosten und in Kartons die Schellen und Schrauben, mit denen die Bauhof-Teams die Schilder montieren.

"75 Prozent der nach der Straßenverkehrsordnung eingesetzten Verkehrsschilder haben wir vorrätig", erklären die Bauhof-Mitarbeiter. Der Rest muss jeweils bestellt werden. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn der Gesetzgeber neue Verkehrszeichen vorschreibt. Oder nach Baumaßnahmen: Für den neuen Kreisverkehr in Hervest an der Freiligrathstraße werden 28 Schilder mit hochwertigen Reflexionsfolien fällig. Die Kosten für ein normales Straßenschild liegen je nach Größe und Folienart zwischen 25 und 40 Euro, ohne Schellen und Pfosten. Besonders häufig müssen die Bauhof-Mitarbeiter die von unbekannten Dieben abgebauten Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder mit der Beschriftung 30, 50 und 70 nachbestellen. "Die sind anscheinend leider ein beliebtes Geschenk bei runden Geburtstagen", sagt Michael Miksche. 

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