Was macht Toom nach der Kaufland-Eröffnung?

Zwei große Lebensmittel-Geschäfte

Der große Konkurrent hat am Donnerstag nicht weit entfernt eröffnet. Doch bei Toom war alles wie immer. "Wir haben das nicht groß gemerkt", sagte eine Sprecherin der Dorstener Filiale auf Nachfrage. Und doch wird in der Stadt immer wieder dieselbe Frage gestellt. Was macht Toom jetzt?

Dorsten

, 19.03.2016, 08:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was macht Toom nach der Kaufland-Eröffnung?

Um den Toom-Markt am Platz der Deutschen Einheit ranken sich immer wieder Gerüchte. Nach jetzigem Stand stellt er sich der Konkurrenz von Kaufland.

Der Mietvertrag für das zweigeschossige Gebäude am Platz der Deutschen Einheit läuft noch bis 2019. Dass Toom angesichts der großen Konkurrenz in den Mercaden früher aussteigt, streitet die Konzertzentrale von Rewe in Köln ab. Auch, dass vielen Mitarbeitern zum Jahresende 2016 gekündigt worden sei.

"An solchen Gerüchten ist nichts dran", betonte Pressesprecherin Christiane Preisen. Wie Toom auf die Kaufland-Eröffnung, die ja nicht aus heiterem Himmel erfolgte, reagieren wird, ließ sie offen: "Zu unserer strategischen Ausrichtung geben wir keine Informationen preis." Nach derzeitigem Stand stellt sich die Rewe-Gruppe also dem Konkurrenzkampf.

"Hat immer funktioniert"

Nach Ansicht von Thomas Hein, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Altstadt, verträgt die Innenstadt zwei Lebensmittler wie Kaufland und Toom. "Das hat doch früher auch funktioniert", sagt er. "Da gab es Minimal, Netto und Hill." Die Verkaufsflächen waren allerdings mit den heutigen nicht vergleichbar.

Und wenn Ende des Jahres der Edeka-Markt von Ralf Honsel auf dem ehemaligen Zechengelände eröffnen sollte, werden die Karten noch einmal neu gemischt. Die Altstadt hatte das Vorhaben in Hervest stets kritisch gesehen und nur mit Bauchschmerzen zugestimmt.

"Ein Überangebot an Verkaufsflächen"

Ein Dorstener Diplom-Kaufmann, der sich mit dem bestehenden stationären Einzelhandel im Altstadtkern befasst hat und dessen mehrseitige "pragmatische Betrachtung" der Redaktion vorliegt, kommt für den Bereich "Lebensmittel" zu dem Ergebnis: "Es gilt für Dorsten, was bundesweit gilt: ein Überangebot an Verkaufsflächen bei sinkenden Umsätzen pro Quadratmeter."

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