Wechsel zahlt sich aus

Dorsten Werner Krautz ärgert sich regelmäßig über seine Stromrechnung. Weil die Preise in den vergangenen Jahren immer wieder erhöht wurden, hat der 71-jährige Dorstener einen Entschluss gefasst: Er wird von seinem aktuellen Anbieter, den RWE, zu einem anderen Konzern wechseln.

10.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dadurch kann Werner Krautz etwa 50 Euro im Jahr sparen. Das ist zwar nicht besonders viel, aber der entschlussfreudige Dorstener hat eine ganz spezielle Sicht der Dinge: «Ich will mit meinem Wechsel dazu beitragen, dass die Lawine ins Rollen kommt. Und außerdem: Kleinvieh macht auch Mist.»

Ruth Pettenpohl von der Verbraucherberatung in Dorsten hat Werner Krautz zum Wechsel ermutigt. «Das ist überhaupt nicht schwer», so die Beraterin. Und trotzdem: Kleinere Anbieter ziehen auf dem liberalisierten Strommarkt oft den Kürzeren, weil die Kunden der fünf großen Energieversorger nur schwerfällig auf die neue Marktsituation reagieren. Dabei gibt es in Deutschland mehrere hundert verschiedene Anbieter, viele davon bieten ihren Strom günstiger an als die großen fünf.

Werner Krautz' Ehefrau stand einem Stromanbieterwechsel zunächst auch skeptisch gegenüber. «Viele Leute haben Angst, dass sie dann vielleicht ganz ohne Elektrizität dastehen», weiß Verbraucherberaterin Ruth Pettenpohl. Diese Sorge sei aber unbegründet, im Zweifel sei die Versorgung durch den Erst- anbieter gewährleistet. Auch Werner Krautz will auf der sicheren Seite sein: «Wir lassen uns beraten, dann können wir nicht auf den Bauch fallen». Ob sich ein Wechsel im Einzelfall tatsächlich lohnt, kann z.B. mit Hilfe von Tarifrechnern im Internet herausgefunden werden.

Wenn ein Verbraucher wechseln möchte, sollte er einen Stromanbieter mit eigenem Netz wählen. Von Paketangeboten und Vorauszahlungen rät Pettenpohl außerdem ab - bei einer Unternehmenspleite gucken die Kunden dann in die Röhre. ah

Mehr Informationen zum Thema bei der Verbraucherzentrale und unter www.vz-nrw.de

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