"Weibliche Gier befriedigen"

Kirchhellen Am Montag beginnt offiziell der inoffizielle Sommerschlussverkauf (SSV). Verwirrt? Keine Angst, das können wir leicht beheben.

25.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Offziell gibt es den SSV nicht mehr, denn das UWG (Gesetz gegen unlautereren Wettbewerb) besagt, dass das ganze Jahr über Schnäppchen angeboten werden dürfen. Dennoch gibt es in den Läden weiterhin ein magisches Datum, an dem die Preise weiter purzeln, also ein inoffizieller Sommerschlussverkauf. Doch wie reagieren die Kunden eigentlich darauf? Wir fragten nach, und die Antworten überraschten.

"Am Montag beginnt der Sommerschlussverkauf? Das wusste ich ja gar nicht", war die Aussage aller Befragten. "Ich achte da nicht großartig drauf", erklärte Christiane Tüllmann. Sie kaufe immer ein, wenn sie etwas braucht. Außerdem seien die meisten Klamotten sowieso das ganze Jahr über reduziert. "Wir haben einen Überschuss an Waren, gerade jetzt bei den Sommersachen, weil es ja keinen richtigen Sommer gab", meinte sie weiter. Früher sei dies jedoch anders gewesen, bestätigt auch ihre Mutter. Da hätte man oft auf den Schlussverkauf gewartet, um Schnäppchen zu machen.

Nicht gezielt los gehen

Ähnlich sieht das auch Anja Lieber. Momentan braucht sie hauptsächlich Babykleidung für ihre kleine Tochter Ronja. "Da schaue ich schon nach reduzierter Ware, aber ich gehe jetzt nicht gezielt los und suche etwas bestimmtes", so Lieber, denn dann würde man sowieso nichts bekommen. Der beginnende SSV am Montag war auch ihr neu, und sie freute sich frühzeitig davon zu erfahren. "Meistens hört man erst später davon, und dann sind die guten Sachen schon alle weg", berichtete sie.

Gina Reimann freut sich ebenfalls auf den Sonderverkauf. "Ich wollte mir da neue Anziehsachen und Schuhe kaufen", grinste sie. Aber ein wirkliches Datum wusste sie bis gestern ebenfalls nicht. Die Damen scheinen, was Schnäppchen angeht, richtige Jägerinnen zu sein, aber wie sieht es denn mit den "Urjägern" aus der Männerwelt aus? "Der Sommerschlussverkauf ist nichts für mich", meinte Christoph Böttcher. Er sei lediglich dazu da, um die "weibliche Gier nach günstiger Kleidung zu befriedigen und ihnen den Triumph zu gönnen, wenn sie anderen etwas weg geschnappt haben", meinte Böttcher. Aus solchen Szenarien hält er sich lieber raus und geht einfach irgendwann einkaufen, wenn er was braucht. dzi

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