Weiterer Corona-Fall an der Neuen Schule Dorsten

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An der Neuen Schule Dorsten wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Klassenkameraden und Freunde wurden ebenfalls getestet. Neun Schüler sind jetzt in Quarantäne.

Dorsten

, 24.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die schlechten Nachrichten wollen kein Ende nehmen. Schon wieder muss die Neue Schule einen Corona-Fall melden. Nachdem kurz vor Schulstart eine Lehrerin positiv getestet wurde, wurde am Freitag das positive Test-Ergebnis eines Schülers bekannt.

Das Kreis-Gesundheitsamt und die Neue Schule reagierten umgehend. Der Schüler hatte zuletzt am Mittwoch (19.8.) am Unterricht teilgenommen, ließ sich dann testen, da er Symptome zeigte. Das Ergebnis erfuhr die Schule pünktlich zum Schulschluss am Freitag.

Gesamte Klasse muss zum Test

Noch am Sonntag wurden alle 28 Klassenkameraden in der Schule getestet. Da die Schüler ausschließlich im Klassenverband unterrichtet werden, konnte der Personenkreis eingegrenzt werden. „Sie wurden nur von einer Lehrerin unterrichtet, deren Wohnort nicht im Kreis Recklinghausen liegt. Ihr zuständiges Gesundheitsamt haben wir informiert“, teilte Kreissprecher Jochem Manz auf Anfrage mit.

„Die Stimmung am Sonntag war recht gut“, berichtet Schulleiterin Susanne Bender vom kurzfristig anberaumten Testtermin. Wichtig sei es nun, Transparenz herzustellen, das schaffe Vertrauen.

Acht Kinder sowie der positiv getestete Schüler sind in Quarantäne und dürfen vorerst 14 Tage lang nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Vier der Quarantäne-Kinder hatten außerhalb des Unterrichts Kontakt zum erkrankten Schüler, die vier anderen Kinder saßen vor, hinter und neben dem Erkrankten.

Unterricht findet weiter statt

Die anderen Schüler können wie gewohnt zur Schule gehen. „Viele Eltern waren total erleichtert“, so Susanne Bender. Schließlich hätte Homeschooling für berufstätige Eltern bedeutet, wieder den gesamten Tagesablauf neu strukturieren zu müssen.

Eltern, die besorgt seien, stünden im engen Austausch mit den Klassenlehrern. Bender zeigt Verständnis: „Die Situation schürt natürlich Verunsicherung.“ Deshalb sei es auch in Ordnung, wenn Eltern, die selbst oder deren Kinder zur Risikogruppe zählen, ihr Kind vorerst weiterhin zu Hause betreuen. Arbeitsmaterialien stelle die Schule bereit.

Auf der Homepage der Schule erläutert die Schulleitung ausführlich das Vorgehen. Dort heißt es auch: „Die Infektionszahlen steigen. Wir mussten damit rechnen, dass auch jemand in unserer Schulgemeinde betroffen sein kann.“ Und Susanne Bender stellt klar, dass der Fall des infizierten Schülers nicht in Zusammenhang mit dem der erkrankten Lehrerin steht. Sie hatte das Ergebnis schließlich noch vor Schulstart erhalten und somit keinen Kontakt zu Schülern. „Jetzt heißt es konsequent, besonnen und angemessen handeln.“ Die Ergebnisse sollen im Laufe der Woche vorliegen.

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