Weltpremiere im Baumhaus zum Geburtstag von Cornelia Funke

Erstes Marionettentheater

30 Kinderaugenpaare starrten am Samstagnachmittag gebannt auf die Marionetten-Bühne im Cornelia-Funke-Baumhaus. Zu sehen war das Stück "Kleiner Werwolf", das die Kunstlehrerin Ulla Voigt Mackedanz nach dem bekannten Kinderbuch zum Drehbuch umgeschrieben hat.

DORSTEN

von Von Werner Wenig

, 11.12.2011, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geschichte ist nicht nur für Kinder spannend. Der junge Moritz, genannt "Motte", begegnet, als er mit seiner besten Freundin Lina in durch einen dunklen Tunnel geht, einem unheimlichen Hund, der Motte beißt. Bald darauf verändert sich Motte. Ihm wachsen Haare, seine Augen verändern sich, und seine Zähne werden spitz. Lina glaubt, dass er sich in einen Werwolf verwandelt. In der Tat hat er Appetit auf Meerschweinchen, und er beißt in das Bein eines Hasen. Zur Rettung wird ihm schließlich ein Amulett.

Zwölf Jugendliche im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren brachten das Stück auf die Bühne. Dazu schufen sie Stabmarionetten, die von Leon Gunselmann, Pauline Klumper, Viola Vienenkötter, Lana Werner und Lukas Walk gespielt wurden. Jennifer Heyming, Jill Kaemps, Lukas Walk und Leonard Wiethoff sprachen die Texte und Anna-Lisa Griese, Leon Gunselmann und Luca Weffers schufen die Kulissen, die sie selbst entwarfen. Der Sprecher, der die Szenen miteinander verband, war Torben Weffers. Die Bühne, die einen sehr professionellen Eindruck machte, zimmerte Ludger Heyming.

Gelungene Untermalung

Um die Stimmungen der Spielszenen zu verstärken, komponierte der Schüler Fritz Schaefer die passende Musik. Er kreierte mit dem Keyboard Musikstücke und Geräusche, womit er wirkungsvoll Angst, Aufregung und die Hektik der Atmosphäre des Stückes verstärkte.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die liebevoll modellierten Figuren, das ständig wechselnde Bühnenbild und die schmissigen und spannenden Dialoge ließen das Stück zu einem echten Vergnügen werden.Vater und Schwester waren dabei

Das Datum der Aufführung war nicht zufällig gewählt, es war der 53. Geburtstag von Cornelia Funke. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der als Vorsitzender des Baumhaus-Vereins die Zuhörer, darunter den Vater und die Schwester von Cornelia Funke, begrüßte, freute sich entsprechend. "Was wir heute erleben, ist eine Weltpremiere. Dieses Stück hat es noch nie gegeben, es wird in Zukunft überall gespielt."

Zum Schluss machten alle Beteiligten deutlich, dass dies sicher nicht die letzte Aufführung im Baumhaus war.

 

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