Wer will im Herzen Barkenbergs ein Haus bauen?

Stadt startet Umfrageaktion

WULFEN Für Dorstens Stadtbaurat Holger Lohse ist die Sache klar: "Der Stadtumbau lebt davon, dass auf freien Flächen wieder etwas Neues entsteht." Und dabei sollen die Barkenberger Bürger mit ins Boot geholt werden.

von Von Michael Klein

, 08.12.2009, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Bild zeigt Am Gecksbach. Darüber befindet sich die Braunfelder Allee und Wischenstück.

Dieses Bild zeigt Am Gecksbach. Darüber befindet sich die Braunfelder Allee und Wischenstück.

Mit einer Umfrageaktion will die Stadt in Erfahrung bringen, ob die Bewohner Interesse haben, im Herzstück ihres Stadtteils zu bauen oder zu wohnen. Und zwar auf den Grundstücken an der Dimker Allee, auf denen durch den Abriss des "Y-Baus" und des so genannten "Tauben-Towers" Raum entstanden ist, der sich für eine Wohnbebauung eignet. Maximal 180 Wohnungen könnten hier neu entstehen, wenn die Anwohner es wollen.

"Bauherrengemeinschaften, Baugruppen, Eigenheime, Mehrfamilienhäuser: Alle Vorschläge sind willkommen", so Holger Lohse. Für ihn ist diese Form der Bürgerbeteiligung "der nächste Schritt des Stadtumbaus". Denn dass die Grundstücke nicht auf Dauer Grünflächen bleiben würden, das war von vornherein klar. "Rasen, Beete und Trampelpfade sollten immer nur eine temporäre Nutzung bieten."Gibt es einen Markt hierfür?

"Die Umfrage soll zeigen, ob es einen Markt für Wohnbebauung an dieser Stelle gibt", sagt Joachim Thiehoff, der im Barkenberger Stadtteilbüro (Handwerkshof, Dimker Allee 10, Tel. 02369/20 48 10) der Ansprechpartner für das Leben und Wohnen während des Stadtumbaus ist und in den kommenden Tagen die Info-Broschüren verteilen wird. Sollte sich das Interesse, von dem bislang nur gerüchteweise zu hören ist, bewahrheiten, wäre das Ziel, "hier eine runderneuertes Quartier zu schaffen, das noch mindestens 20 Jahre lang sehr attraktiv sein wird."

Und wenn sich kein Anwohner meldet? "Dann wäre das auch ein Ergebnis", sagt Holger Lohse. "Vielleicht müsste man dann das Schultenfeld wieder ins Spiel bringen." Eindeutig favorisiert er aber die zentrale Bebauung statt derer am Rand: "Hier sind die Versorgungseinrichtungen, das macht mehr Sinn." Wie auch immer: "Die Dimker Allee wird immer Potenzialfläche für Bebauung bleiben."

Für Groß-Investoren aber wohl nicht. Holger Lohse: "Wir haben mehrere bekannte Flächenentwickler angesprochen, sind dabei aber nicht so richtig weiterge- kommen."

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