Wespenattacke - Fynni Wülbeck hatte große Angst

Aus Krankenhaus entlassen

Der Stachel sitzt noch tief: Die Kinder, die am Montagabend beim Spielen von einem Wespenschwarm angegriffen worden waren, haben dieses schlimme Erlebnis noch immer nicht verwunden.

HOLSTERHAUSEN

von Von Uta Tönnies

, 02.09.2011, 16:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sie lachen wieder, doch Fynni und Mutter Lisa Wülbeck steckt die Erinnerung an den traumatischen Vorfall noch in den Knochen.

Sie lachen wieder, doch Fynni und Mutter Lisa Wülbeck steckt die Erinnerung an den traumatischen Vorfall noch in den Knochen.

„Zuerst habe ich nur eine Wespe gesehen und wollte einfach weggehen. Aber dann kamen auf einmal ganz viele, sie waren überall“, erinnert sich der achtjährige Fynni Wülbeck noch gut. „Ich hatte große Angst, habe nur noch an meine Eltern gedacht und wollte nach Hause. Dann bin ich gerannt. Unterwegs habe ich mein T-Shirt ausgezogen, aber das half nicht. Die Wespen saßen überall fest. Es tat so weh.“ Fynni lief nach Hause, die eigentlich kurze Strecke erschien ihm endlos. „Zuerst habe ich gar nicht begriffen, was los ist“, berichtet seine Mutter Lisa Wülbeck. „Fynni schrie, sprang herum, schlug um sich.“ Dann sah sie die vielen Wespen, die überall am Körper ihres Sohnes klebten. „Allerdings war mir und meinem Mann zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß noch nicht wirklich bewusst.“

Intuitiv rief Lisa Wülbeck den Notarzt. Sofort bekam Fynni Cortison und etwas zur Beruhigung.“ Fynnis elfjähriger Freund konnte sich ebenfalls nicht schnell genug in Sicherheit bringen. Auch er war übersät mit Stichen. Ein zweiter Notarzt wurde angefordert.Nachdem die Jungen vor Ort stabilisiert wurden, ging es in die Kinderklinik nach Bottrop. „Fynni und seinem Freund ging es dort schon erheblich besser. Die Nacht haben beide Kinder gut verbracht, das Schlimmste schien überstanden. Dann jedoch wurden sowohl das Krankenhaus als auch wir als Familie von Boulevardmedien maßlos bedrängt“, berichtet Lisa Wülbeck.

„Nicht nur, dass ich mir Sorgen um die Gesundheit meines Kindes machte, jetzt ging es darum, meinen Sohn vor aufdringlichen Reportern zu schützen. Ein privater Fernsehsender bot uns sogar die Entfernung des Wespennestes an. Im Gegenzug sollten wir vor der Kamera ein Interview geben “, berichtet Lisa Wülbeck empört. In Eigeninitiative haben einige Eltern jetzt ein Warnschild an der Brombeerhecke aufgestellt – dort wurde das Wespennest vermutet. Sie hoffen, dass sich so ein tragischer Vorfall nicht noch einmal ereignet.

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