Hochwasser: Westnetz-Mitarbeiter aus dem Kreis helfen im Katastrophengebiet

Hochwasser-Katastrophe

Seit mehr als 14 Tagen unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz bei der Wiederversorgung der Hochwassergebiete im Rheinland. Auch aus Dorsten sind Mitarbeiter im Einsatz.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 02.08.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
David Kuklinski, Marcel Herwig und Tobias Goldstein, alle drei Westnetz-Monteure im Regionalzentrum Östliches Ruhrgebiet, unterstützen gerade in Euskirchen bei der Wiederversorgung im Hochwasser-Krisengebiet.

David Kuklinski, Marcel Herwig und Tobias Goldstein, alle drei Westnetz-Monteure im Regionalzentrum Östliches Ruhrgebiet, unterstützen gerade in Euskirchen bei der Wiederversorgung im Hochwasser-Krisengebiet. © privat

Die durch Starkregen verursachte Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgt seit mehr als zwei Wochen überregional für Ausfälle in der Stromversorgung.

Arbeit zur vollständigen Wiederversorgung

Von dem Hochwasser betroffen sind auch viele Anlagen zur Stromversorgung des Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Mittel- und Niederspannungsleitungen, Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen.

„Westnetz arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der vollständigen Wiederversorgung der betroffenen Regionen mit Strom“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens.

560 Mitarbeiter insgesamt sind im Einsatz

Derzeit seien immer noch rund 560 Kolleginnen und Kollegen der Westnetz in den technischen Einheiten, Leitstellen, der Hotline und in unterstützenden Funktionen aus Schwestergesellschaften aus dem E.ON-Konzern und von Partnerunternehmen im Einsatz.

Westnetz-Mitarbeiter arbeiten an der Stromversorgung im vom Hochwasser getroffenen Odendorf.

Westnetz-Mitarbeiter arbeiten an der Stromversorgung im vom Hochwasser getroffenen Odendorf. © Frank Peterschroeder

„Darunter sind über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz aus dem Regionalzentrum Östliches Ruhrgebiet mit Sitz in Recklinghausen, die tatkräftig bei der Wiederversorgung der Hochwassergebiete unterstützen. Aus dem Westnetz-Netzbereich Dorsten sind Sven Stenzel und Markus Zameitat im Krisengebiet“, so Westnetz-Sprecherin Katrin Frendo auf Nachfrage.

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Von der Netzplanung und dem Netzbetrieb bis hin zu kaufmännischen Personal helfen die Fachleute vor Ort. Während die technischen Kräfte direkt am Stromnetz Reinigungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten durchführen, leisten die kaufmännischen Angestellten am Telefon, in der Organisation und als Ansprechpersonen für Kundinnen und Kunden in den einzelnen Dörfern und Städten Hilfe vor Ort.

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Um eine Versorgungsleitung wieder in Betrieb nehmen zu können, muss jedes daran angeschlossene Gebäude begangen und auf die Betriebssicherheit der elektrischen Anlage überprüft werden.

Wegen der fehlenden Stromversorgung sind die Türklingeln oftmals ohne Funktion. Teams laufen daher alle rund 5.000 betroffenen Straßen ab und informieren die Bevölkerung über das weitere Vorgehen, bevor die technischen Teams die Hausanschlusskästen und die Stromkreise überprüfen und zuschalten.

Vier Notstromaggregate mit Tankanhänger

Aus Recklinghausen wurden vier Notstromaggregate mit Tankanhänger ins Krisengebiet gebracht. Denn an Stellen, an denen die Infrastruktur teilweise völlig zerstört ist, wird von den Fachkräften eine provisorische Wiederversorgung aufgebaut. Eingesetzte Notstromaggregate müssen dann vor Ort überwacht und regelmäßig aufgetankt werden.

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