Wie eine Gemeinde aus Dorsten die Menschen besser kennenlernen möchte

rnOnline-Umfrage

Mehr als fünfeinhalb Jahre liegt die Fusion der Lembecker und Rhader Gemeinden zurück. Doch ist der Pastoralplan noch zeitgemäß? Die Antwort soll eine große Online-Umfrage geben.

Lembeck, Rhade

, 29.09.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht bei der Umfrage um die „Weiterentwicklung und Konkretisierung des Pastoralplans und die zukünftige Gestaltung der Pfarrgemeinde St. Laurentius“.

Diakon Gregor Lohrengel erklärt auf Anfrage: „Wir haben in den vergangenen Jahren in einem aufwendigen Prozess einen Pastoralplan erstellt. Dazu haben wir eine Reihe von Informationen zusammengeführt, diese aufbereitet und in mehreren Pfarrversammlungen diskutiert. Jetzt wollen wir das Ergebnis mit einem möglichst breiten Spektrum von Menschen in Lembeck und Rhade konkret besprechen.“

Möglichst viele Menschen erreichen

Gemeint sind nicht nur die engagierten Gläubigen von St. Laurentius bzw. St. Urbanus/St. Ewald und auch nicht nur Katholiken. Der Pfarreirat hat sich deshalb für eine Online-Umfrage ausgesprochen, um möglichst viele Menschen zu erreichen, „aber es gibt sie natürlich auch in gedruckter Form in den Kirchen“, betont der Diakon.

„Hintergrund ist immer, dass Gott alle Menschen liebt, unabhängig davon, ob sie engagierte Katholiken sind“, so Lohrengel. „Deshalb wollen wir die Menschen in Lembeck und Rhade und ihre Einstellung zu Gott und ihre Fragen an Gott und die Kirche näher kennenlernen.“

„Hintergrund ist immer, dass Gott alle Menschen liebt.“
Gregor Lohrengel

Mit den regelmäßigen Gottesdiensten, das räumt Gregor Lohrengel ohne Umschweife ein, erreicht die Pfarrei St. Laurentius nur einige hundert Menschen im Dorstener Norden regelmäßig. Warum ist das so, was sollte sich ändern? Darum geht es in der Umfrage, aber auch um Verbesserungsvorschläge und welche Erfahrungen man mit dem Gemeindeleben gemacht habe.

„Die Umfrage ist anonym, enthält aber einen statistischen Teil, um die Bearbeiter der Fragebögen besser einschätzen zu können“, erklärt Gregor Lohrengel. „Es wird auch danach gefragt, ob man an einen Gott im Allgemeinen oder sogar im Besonderen glaubt, ob dieser Glaube das Leben beeinflusst oder ob man eher nicht oder nur an einen fernen Gott glaubt.“

Mehr als 100 Menschen haben schon mitgemacht

Welche Angebote genutzt werden und welche vielleicht in Lembeck und Rhade fehlen, das wird ebenso abgefragt wie die Bereitschaft zur Mitarbeit.

Und natürlich können die Teilnehmer in einem Freitext Lob und Kritik äußern.

Bislang haben laut Lohrengel schon mehr als 100 Menschen diese Chance genutzt. „Wir hoffen auf eine große Rücklaufquote auch von Menschen, die nicht Pfarrversammlungen besuchen oder sich sonst aktiv einbringen“, sagt der Diakon. Es gehe ja darum, was die Pfarrei vor Ort tun könne, „um Gott und die Menschen zusammenzubringen“.

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