«Wir sind doch nicht aus Zucker»

01.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hardt Fritz Mariß ist kein Nörgler. Selbst das schlechte Wetter während der 21. Sportplatzolympiade des SV Dorsten-Hardt in der letzten Woche lockte kein Wort der Beschwerde über seine Lippen. Ganz im Gegenteil. Mariß nahm das kühle Nass mit Humor: «Dank des Regens hat es auf dem Ascheplatz wenigstens nicht gestaubt.»

Mit der gleichen Einstellung gingen auch die vielen freiwilligen Helfer an die Arbeit. Binnen weniger Stunden hatten sie einige neue Unterstellmöglichkeiten aufgebaut, damit sich die Kinder zwischendurch immer mal wieder ein paar Minuten ins Trockene zurückziehen konnten. Wirklich nötig hatten die Olympioniken das aber nicht. «Der Regen ist nicht schlimm, wir sind doch nicht aus Zucker», erklärte die kleine Steffi stellvertretend für ihre Mitstreiter. Und so konnten Wettkämpfe wie geplant stattfinden. «Nur die Wasserspiele für die Kleinen haben wir abgesagt. Das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen», so Mariß.

Rekord knapp verpasst

Der wolkenverhangene Himmel verhinderte wohl auch einen neuen Teilnehmerrekord. 740 Kinder und Jugendliche trugen sich in diesem Jahr in die Listen ein. 2006 waren es 40 Teilnehmer mehr. Das konnten die Veranstalter aber verkraften. Mariß: «Wir jagen hier keinen Rekorden hinterher. Es geht nicht um Zahlen, sondern um die Kinder.» Und die hatten auf der Hardt dank der perfekten Organisation wieder mächtig Spaß.

Leider bleiben auch kleine Unfälle nicht aus, wenn über 700 Kinder eine Woche lang gemeinsam Sport treiben. Ein ausgeschlagener Zahn war schnell wieder angeklebt. Das gebrochene Schlüsselbein wird allerdings etwas länger zum Heilen brauchen. «So etwas kann man leider nicht verhindern. Aber wir sorgen dafür, dass verletzte Kinder unverzüglich ärztliche Betreuung bekommen», erklärte Mariß.

Am Samstagvormittag fand die Abschlussveranstaltung mit dem Löschen des Olympischen Feuers und der Vergabe der Urkunden statt. Zurücklehnen können sich die Organisatoren aber nicht. Über der Bühne hing am letzten Abend bereits der Termin für das nächste Jahr. Die Planungen laufen schon auf Hochtouren.

Und auch Fritz Mariß sammelte in den letzten Tagen jede Menge neue Motivation. Er setzt sich und seinen Mitstreitern hohe Ziele: «Wir wollen das Niveau nicht nur halten, sondern uns weiter verbessern.» gg

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