"Wir wollen helfen, wo es geht"

45 Flüchtlinge beim Opferfest

Fürsorge und Nächstenliebe standen am Sonntag im Mittelpunkt der Hervester Ditib-Gemeinde: Beim Opferfest hießen die Gemeindemitglieder Muslime aus der Flüchtlingsunterkunft an der Bochumer Straße willkommen. Ferit Kocatürk, Integrationsbeauftragter der Gemeinde: "Wir wollen helfen, wo es geht."

Dorsten-Hervest

, 27.09.2015, 18:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Denn beim Opferfest geht es vor allem um das Teilen. Daher essen wir heute gemeinsam“, sagte Ferit Kocatürk, Integrationsbeauftragter der Gemeinde. Bei seiner Begrüßung war er unter anderem auf die Hilfe von Achraf Missaoui angewiesen, der die Worte auch ins Arabische übersetzte. „Das zeigt, dass sich das Gesicht der Gemeinde gewandelt hat – vor allem auch durch die Flüchtlinge. Wir bekommen zum Beispiel viel Zulauf aus dem arabischen Raum“, so Kocatürk.

Gutes Miteinander

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff lobte dieses gute Miteinander und bedankte sich bei der Gemeinde für die gute Aufnahme der Neuankömmlinge. „Es ist wichtig, dass sie auch hier in Dorsten ihren Glauben leben können. Bei allem, was sie zurücklassen mussten, ist es doch schön, dass sie weiterhin ihre Religion ausüben können“, sagte er. Rund 45 Flüchtlinge nahmen die Einladung zum Opferfest an und kamen bei der Moschee am Holzplatz bei blauem Himmel und Sonnenschein zusammen. Vor allem den vielen Kindern machten die Sprachbarrieren dabei nichts aus. Sie durften sich nach dem gemeinsamen Essen insbesondere über ein kleines Geschenkpaket mit Spielzeug freuen.

"Fühlt sich ein bisschen wie Heimat an"

So wie die drei Kinder von Marwan Haddad. Der Syrer kam mit seiner Familie vor anderthalb Monaten nach Deutschland und ist von der Gastfreundschaft überwältigt: „Vor allem das gemeinsame Opferfest fühlt sich ein bisschen wie Heimat an.“ Auch Mohamad Nabeh Rihawy, ebenfalls aus Syrien geflohen, sieht das so: „Ich bin begeistert von der Aktion.“ Ferit Kocatürk war am Ende der Feier beeindruckt von der Resonanz und ist weiterhin überzeugt, dass viele der Flüchtlinge die Gemeinde wieder besuchen werden. „Die Menschen haben sich wohlgefühlt. Das habe ich gespürt. Wir sind eine offene und herzliche Gemeinde.“

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