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Worauf verzichten Sie?

Fastenzeit

Die Faschingskostüme sind in der Wäsche, die Berliner verdaut und das Konfetti von der Straße gefegt. Das Ende der närrischen Karnevalszeit ist gleichbedeutend mit dem Start der Fastenzeit im Kirchenkalender. Was aus religiöser Sicht die Vorbereitung aufs Osterfest ist, hat sich als gesamtgesellschaftlicher Trend schon länger etabliert. Wie gestalten Sie die Fastenzeit?

DORSTEN

, 18.02.2015 / Lesedauer: 2 min
Worauf verzichten Sie?

ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Bildkombo zeigt eine junge Frau die von einer Tafel Schokolade abbeißt (am 27.01.2012 in Köln, l-r), ein Glas mit Schnaps vor Flaschen mit Spirituosen (am 09.06.2009 in Stuttgart) und einen rauchenden Mann mit einer Zigarette (am 25.06.2013 in Stuttgart). Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit - und viele Menschen überlegen sich, worauf sie in den Wochen bis Ostern verzichten könnten. Foto: Oliver Berg/Bernd Weißbrod/Daniel Bockwoldt/dpa (zu dpa "Sieben Wochen Verzicht: Von Handyfasten bis Konsumpause" vom 15.02.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

„Traditionell geht es in der Fastenzeit um Verzicht, Gebet und Teilen mit anderen“, sagt St.-Agatha-Pfarrer Ulrich Franke. „Die Leute verbinden es in erster Linie mit Verzicht. Aber ein schöner Gedanke ist auch, dass ich das, was ich gespart habe, mit anderen teile.“ Er selbst verzichtet traditionell gänzlich auf Alkohol, Süßigkeiten und Abendbrot. „Wer fastet, ist sensibler und konzentrierter. Es ist eine Entschlackung für Körper und Geist.“ Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Eine Woche lang nichts essen

Ludger Krogmann, Pastoralreferent in St. Nikolaus, bietet seit 15 Jahren „Heilfasten für Gesunde“ an. Immer mit 20 bis 30 Personen, die innerhalb der Fastenzeit eine Woche lang nichts essen. „Wir nehmen nur Wasser, Tee, Gemüsebrühe und Säfte zu uns – davon aber möglichst drei bis vier Liter täglich“, so Krogmann. „’Für Gesunde’, weil es den Körper schon sehr beansprucht.“

Kochbücher als Lesestoff

Am 27. Februar geht die Fastenwoche wieder los. Abends trifft sich die Gruppe dann täglich anderthalb bis zwei Stunden, um sich gegenseitig zu bestärken, Erfahrungen auszutauschen und zu meditieren. „Das Erlebnis in der Gemeinschaft ist ganz besonders. Außerdem werden die Sinne in dieser Zeit angeregt, man nimmt seinen Körper anders wahr“, erzählt Krogmann. Abgebrochen haben in den 15 Jahren nur „zwei oder drei Teilnehmer“.

Um Abnehmen geht es dabei nicht. Auch das Essen soll nicht verteufelt werden. „Es geht ums bewusste Wahrnehmen. Viele Teilnehmer lesen in der Zeit ganz viele Kochbücher“, sagt Krogmann lachend.

 

Wir wollen von Ihnen wissen: Wie gestalten Sie die Fastenzeit? Oder haben Sie schon einschlägige Erfahrungen mit der Fastenzeit gemacht?

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