Wulfener protestieren gegen mögliche Schließung der Büchereifiliale

Überschuldete Stadt

WULFEN Die Stadtteilbücherei Wulfen steht auf der Kippe. Weil die Stadt Dorsten überschuldet ist, stehen alle freiwilligen Ausgaben zur Disposition. Eben auch die Büchereifiliale im Norden. Bürger sammelten deshalb Unterschriften für den Erhalt ihrer Bücherei

von Von Guido Bludau

, 26.01.2010, 11:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für den Erhalt ihrer Stadtteilbücherei setzen sich diese Wulfenerinnen ein.

Für den Erhalt ihrer Stadtteilbücherei setzen sich diese Wulfenerinnen ein.

Die angespannte Haushaltsituation der Stadt Dorsten zwingt die Verwaltung aber zu harten Einschnitten in vielen Bereichen, die in den kommenden Wochen festgelegt werden sollen. Die Büchereien werden den freiwilligen Bereich einer Kommune zugeordnet und somit könnte dann hier eine Streichung von Geldern drohen.   Es ist zu befürchten, dass der öffentliche Bereich der Wulfener Bibliothek dem Kostendruck zum Opfer fällt und geschlossen wird. Dieses wurde auch schon in einem Radiointerview vom Dorstener Bürgermeister Lambert Lütkenhorst so angedeutet. Doch bevor es soweit ist, möchten sich einige Leser und Nutzer aus Wulfen und Barkenberg dafür einsetzen, dass dieses Problem in der Bürgerschaft bekannter wird. Familien ergriffen die Initiative Da die Bücherei keinen Förderverein oder Beirat hat, haben sich mehrere Familien überlegt, die Initiative zu ergreifen und sich für einen Erhalt einzusetzen. Mit Handzettel und kleinen Plakaten suchen sie noch für nächsten Dienstag Mitstreiter, die sich an einer geplanten Demonstration beteiligen.   Mit der Veranstaltung am 2. Februar gegen 16 Uhr wollen die Bürger zeigen, dass sie „hinter bzw. vor“ ihrer Bücherei am Wulfener Markt stehen. Sie wollen mit möglichst vielen Mitstreitern eine symbolische Mauer um die Stadtbibliothek bilden.

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