Zechenbahnbrücke bleibt bis 2016 dicht

Genehmigung fehlt

Sie ist die kürzeste Verbindung zwischen Hervest und der Feldmark. Ihre Sperrung im letzten Jahr hat für reichlich Unmut gesorgt. Und jetzt das: Die alte Zechenbahnbrücke wird dieses Jahr nicht mehr geöffnet, die Sanierung beginnt frühestens im Herbst.

Hervest/Feldmark

, 03.06.2015, 13:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die alte Zechenbahnbrücke kann nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Sie ist seit Herbst 2014 gesperrt – und das sicherlich noch bis ins nächste Jahr.

Die alte Zechenbahnbrücke kann nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Sie ist seit Herbst 2014 gesperrt – und das sicherlich noch bis ins nächste Jahr.

Es hängt nicht an den Verhandlungen zwischen Stadt, Ruhrkohle AG (RAG) und den Besitzern der Versorgungsleitungen, RWE und RWW. Es fehlt die Genehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, bestätigte die Stadtverwaltung am Mittwoch auf Anfrage der Dorstener Zeitung. Das Amt muss u.a. auch prüfen, ob die gefundene Lösung rechtlich einwandfrei ist.

"Wir müssen Geduld mitbringen"

"Wann das Amt unseren Vorschlag abschließend geprüft hat, ist ungewiss", sagt Stadtbaurat Holger Lohse. "Unsere Idee ist ungewöhnlich und kann nicht einfach abgenickt werden. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass unser Vorschlag rechtlich umsetzbar ist. Aber wir sollten jetzt auch Geduld mitbringen." Das allerdings dürfte vielen Menschen in Dorsten schwer fallen, die die kleine Brücke in der Vergangenheit zu Fuß oder mit dem Rad genutzt haben, um die Lippe zu überqueren.

Der Lösungsvorschlag der Stadt sieht vor, die Sanierung der Brücke aus nicht in Anspruch genommenen Abrisskosten der RAG (etwa 320000 Euro) und Geldern aus der künftigen Nutzung von RWW und RWE zu finanzieren. Die Gesamtkosten für die Sanierung hatte Lohse vor einigen Monaten mit rund einer halben Million Euro beziffert.

Nicht vorfinanzieren

"Als Haushaltssicherungsgemeinde kann die Stadt Dorsten diese Sanierung nicht vorfinanzieren", gibt der Baudezernent zu bedenken. "Wir müssen den Eingang aller Prüfungen und auch der Gelder abwarten. Dann werden wir allerdings zügig eine entsprechende Planung vorbereiten und mit der Sanierung beginnen."

Wenn alles gut geht, kann mit den Arbeiten - zu denen laut Lohse auch weitere fachplanerische Genehmigungen gehören (Wasserrecht, Umwelt- und Naturschutzrecht) - im Herbst 2015 begonnen werden. Freigegeben wird die Brücke aber mit Sicherheit erst im nächsten Jahr.

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