Zwei Gruppen auf dem Weg durch Barkenberg

05.11.2007 / Lesedauer: 3 min

Wulfen Sonntag, 14 Uhr. Eine Gruppe von Menschen steht in Barkenberg an der Dimker Allee 33 und wartet - auf die erste Stadtteilführung durch Barkenberg, organisiert vom Stadtteilbüro, der Stadtinformation und Win-Dor. Doch niemand kommt. Während sich langsam Unruhe breit macht und Teilnehmer Frank Schröder seine ersten Weihnachtsplätzchen verteilt, findet am AWO-Seniorenzentrum etwas ganz Anderes statt. Dort nimmt die eigentliche Premiere der Stadtteilführung ihren Lauf, ohne zu ahnen, dass wohl ein Missverständnis vorliegt.

Am Treffpunkt in der Dimker Allee ist kein Führer aufgetaucht. "Das ist ja kein Wunder", schmunzeln einige. "Die Einzigen, die sich hier richtig auskennen, sind doch die Briefträger." Die meisten Umstehenden nehmen?s ebenfalls mit Humor und diskutieren eifrig mit. Barkenberg sei einfach zu verschachtelt, aber das liebe man auch so, wenn man hier lebe. Es ist ein Zusammenschluss der Natur, vieler Menschen auf engem Raum, Gemeinschaft und natürlich auch der Bewältigung einiger Probleme.

Auf eigene Faust

Die Zeit vergeht und kurz entschlossen bricht man auf, zieht auf eigene Faust los, in der Hoffnung, die andere Gruppe doch noch zu erwischen. Der Gesprächsstoff geht jedenfalls nicht aus. "Das hier ist ein Paradies für Kinder, die ganz ohne den Lärm und die Gefahr der Autos aufwachsen können"' schwärmt Stefan Jacoby. Der gebürtige Barkenberger kennt das Viertel wie seine Westentasche und verbindet vor allem persönliche Erlebnisse mit der Geschichte Barkenbergs. Er zeigt der Gruppe ein Stein-Bassin, indem er früher immer mit seinen Freunden geplantscht bzw. getrunken hat. Auch jetzt lebt er noch in Barkenberg. Er möchte seinen Kindern auch die Möglichkeit geben, ohne Durchgangsverkehr und vor allem im Grünen aufwachsen zu können.

Gute Resonanz

Zwei Stunden sind vergangen und man hat sich viel erzählt. "Dann haben wir halt unsere eigene Führung gemacht", heißt es. Doch als sie wieder am Startpunkt angelangt sind, trifft die zweite Gruppe ein. Man hat sich doch noch gefunden, auch wenn es etwas länger gedauert hat. Einige schließen sich noch kurzfristig an, anderen reicht es.

Gefallen hat es übrigens allen. "Die Resonanz war sehr gut", freut sich Mit-Organisatorin Iris Klahn. Keine Frage also: Es wird eine Wiederholung geben. Anne Schwenzfeier

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