Einsatz am Mittwochmorgen

Brand in der Dortmunder Innenstadt – Feuerwehr löst Großalarm aus

Enorm viel Blaulicht war am Mittwochmorgen in der Dortmunder Innenstadt zu sehen. Bei einem Brand löste die Feuerwehr einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ aus.
Viele Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sind am Mittwochmorgen ins Dortmunder Kaiserviertel ausgerückt. Bei einem Brand wurde ein "Massenanfall an Verletzten" ausgelöst. © Markus Wüllner/News4 Video-Line

Viel mehr Rettungskräfte als normalerweise üblich sind am Mittwochmorgen (27.10.) zu einem Brand in die Dortmunder Innenstadt geeilt. Bei einem Feuer war ein sogenannter „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst worden.

Der Alarm wird automatisch immer dann ausgelöst, „wenn 5 oder mehr Personen verletzt sind“, so Martijn Stern von der Dortmunder Feuerwehr. In der Folge rücken statt wie bei einem kleinen Feuer üblich nicht nur zwei Rettungswagen und ein Notarzt, sondern mindestens fünf Rettungsfahrzeuge sowie weiteres Führungspersonal zusätzlich zum Löschzug an.

Viele Blaulicht-Fahrzeuge im Kaiserviertel

Dementsprechend standen gegen 7.30 Uhr sehr viele Einsatzfahrzeuge in der Moltkestraße im Kaiserviertel. Dort war ein Feuer in einem zum Wellnessbereich ausgebauten Kellerraum gemeldet worden, so Stern. Fünf Personen, drei Erwachsene und zwei Kinder, waren als verletzt gemeldet worden.

Sie hatten giftigen Brandrauch eingeatmet, als sie durch das verrauchte Treppenhaus nach draußen geflüchtet waren.

Feuer schnell unter Kontrolle

Letztlich stellte sich die Situation als nicht so gravierend, wie zunächst befürchtet, heraus: Nur zwei der Erwachsenen mussten zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht werden, so Stern.

Der zunächst ausgelöste „Massenanfall von Verletzten“ wurde dementsprechend wieder heruntergestuft. „Natürlich klingt dieser Begriff bei fünf Verletzten etwas hochgegriffen“, so Stern. Die Regelung, dass der Alarm ab dieser Personenzahl automatisch ausgelöst werde, gelte aber in ganz NRW.

Es greift dann ein festgelegtes Prozedere, bei dem mehr Einsatzkräfte und auch mehr Führungsstruktur alarmiert werden – um im Fall eines Feuers oder Unfalls mit sehr vielen Verletzten keine Zeit beim Nachordern von Kräften zu verlieren, so Stern.

Schmorendes Elektrogerät gelöscht

Der Auslöser des großen Einsatzes war in diesem Fall ein eher kleiner: In dem stark verrauchten Kellerraum fanden die Feuerleute mithilfe einer Wärmebildkamera einen stark verschmorten Staubsauger. Dieser konnte schnell gelöscht und ins Freie getragen werden.

Die Entrauchung des Kellergeschosses gestaltete sich aufwändig, hier waren die Einsatzkräfte nach dem Löschen noch bis kurz vor neun Uhr beschäftigt, so Stern. Moltkestraße und Hamburger Straße waren für den Einsatz gesperrt.