Dortmunder Clubs und DJs verzichten auf Erlöse – für die Ukraine

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Nachdem die Clubs monatelang geschlossen waren, wollen Veranstalter und DJs jetzt selbst mit einer solidarischen Aktion Menschen aus der Ukraine helfen.
Nachdem die Clubs monatelang geschlossen waren, wollen Veranstalter und DJs jetzt selbst mit einer solidarischen Aktion Menschen aus der Ukraine helfen. © picture alliance / dpa
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Seit letztem Wochenende dürfen die Dortmunder Clubs nach monatelangem Lockdown wieder öffnen. Nun veranstalten viele Clubs und DJs zum Re-Opening eine Solidaritäts-Kampagne für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine.

Clubs und DJs begeistert von der Kampagne

Dortmunder Clubs, die in der Pandemie selbst viel Solidarität erfahren haben, zeigen sich begeistert gegenüber der Kampagne, die im gesamten Monat März laufen soll.

Das bedeutet: Alle Clubs sammeln und spenden – jeder gibt, was er kann. Dafür spenden manche Clubs sogar den kompletten Eintrittserlös eines Abends, stellen Spendenboxen für ihre Gäste auf und DJs verzichten auf ihre Gagen.

Aktion unterstützt Initiative einer Ukrainerin

Die Aktion geht zurück auf einen Aufruf des Nachtbeauftragten der Stadt Dortmund, Chris Stemann. Er unterstreicht: „In meinem ‚alten Leben‘ als Veranstalter und DJ durfte ich den letzten Jahren mehr als ein Dutzend Mal in der Ukraine arbeiten, als auch einige Male in der Russischen Föderation auflegen.“

Was ihm in Erinnerung bleibe: „Unvergessliche Begegnungen mit offenen, herzlichen Menschen auf beiden Seiten, die friedlich und in Freiheit zusammenleben wollen. Diese Gedanken schmerzen heute sehr, und ich denke an all jene, die jetzt voller Angst, Unsicherheit und Sorge um ihre Freunde, Familien und Zukunft fürchten müssen.“

Mit der Sammel-Aktion wolle man die Initiative von Irina Poljatcheck unterstützen. Die gebürtige Ukrainerin betreibt mit ihrer Familie das Restaurant Odessa. Stemann: „Sie kauft Hilfsgüter, die in der Ukraine dringend benötigt werden. Ihre persönlichen Kontakte ermöglichen eine zielgerichtete Hilfe und es werden ausschließlich Güter wie Verbandsmaterial, Medikamente und z.B. Lebensmittel gekauft, die in die Ukraine geliefert werden. Der Transport ist kostenlos organisiert und die Verteilung der Hilfsgüter erfolgt durch Eigeninitiative der Bevölkerung vor Ort. Außerdem werden Hilfsprojekte von Unicef unterstützt. Wir würden uns freuen, wenn sich auch möglichst viele Gäste an der Hilfsaktion beteiligen würden.“

Zu den teilnehmenden Clubs und Veranstaltern gehören das Dortmunder FZW, Nightrooms, iRoom, der Weinkeller, die Großmarktschänke, Oma Doris, die DJs der BölkerBrüder, et Voila, Junkyard und das Kollektiv Tabula Rasa.