Charles Gardner hat schon viel Pub-Erfahrung in seiner Heimat gesammelt. Nun versucht er sich in Dortmund. © Thomas Thiel
Neue Gastronomie

Echter Londoner eröffnet bald neuen English Pub in Dortmund

Wahrscheinlich nichts ist so eng mit britischer Kultur verbunden wie die Pubs. Dieses Kulturgut kommt jetzt nach Dortmund – denn in bester Lage eröffnet bald ein English Pub.

Dunkel, eng, ein bisschen stickig: Jeder hat wahrscheinlich eine Vorstellung davon, wie ein englischer Pub aussieht. Das Flair davon kommt jetzt ins Dortmunder Kreuzviertel – mit allem, was dazugehört.

Zwar gibt es schon das „Miner‘s“, ehemals „Church“, im Kreuzviertel. „Aber das ist so klein und bietet keine Küche“, erklärt Charles Gardner. Deswegen eröffnet er unweit des Irish Pubs bald einen English Pub. Samt einem ausgedehnten Sortiment an Bier, Whiskey und typischem englischer Pub Food.

Wann das alles letztendlich umgesetzt wird, steht allerdings noch nicht fest. Eigentlich wollte Charles Gardner Mitte November eröffnen – doch momentan steht er noch zwischen Farbeimern, halbfertigen Böden und einer nicht funktionierenden Theke. „Ich rechne eher mit Anfang Dezember“, sagt er. Zu stressen scheint ihn das nicht – typisch englisch eben.

Gardner weiß, was er tut. Der Engländer hat bereits einen Pub im Londoner West End sowie zwei Pubs in Birmingham betrieben. Angelehnt an die Zeit und Herkunft bekommt der Pub auch seinen Namen: „The Londoner“.

Nun also versucht er sein Glück weg von der Insel auf dem deutschen Festland. Vor einem Jahr kam er durch Zufall nach Dortmund – und befand die Ruhrgebietsstadt als passend für einen Pub.

Im ehemaligen „Bei Heimlichs“ an der Sonnestraße 74 fand er dazu die passenden Räume. Auch wenn hier gerade viel Arbeit reingesteckt wird, um das einstige Restaurant in einen Pub zu verwandeln. Statt neutralen Farben sind die Wände in einem dunklen Grün gestrichen. Alles aus Holz wird in dunkler Holzfarbe überpinselt, der Fußboden erneuert.

Gardner denkt groß. Pubs seien in Großbritannien ein Ort des Zusammenkommens. Diese Tradition will er in Dortmund fortführen. So soll es für Studierende eine Student Night geben, auch für die Mitarbeiter des Klinikums will er einen Abend organisieren.

Und wie es sich für einen Pub gehört, darf natürlich auch der Sport nicht fehlen. Gardner, Fan von Arsenal London, würde gerne mit dem Dortmunder Fanprojekt zusammenarbeiten. Schließlich gibt es einige schwarz-gelbe Verbindungen nach England, nicht zuletzt durch Spieler wie Jude Bellingham.

Auch die Mitarbeiter von Charles Gardner kommen von der Insel - allerdings aus Irland.
Auch die Mitarbeiter von Charles Gardner kommen von der Insel – allerdings aus Irland. © Thomas Thiel © Thomas Thiel

Aber auch der englische Fußball soll seinen Platz hier finden. So will der gebürtige Brite in seinem Pub englischen Fußball zeigen, denn auch Sport gehört für ihn dazu – nebst dem oben genannten Alkohol und Essen.

Ein ganzes Sortiment an Bieren vom Fass und aus der Flasche will Gardner anbieten. Neben den bekannten Pub-Marken wie dem irischen Guinness stehen auch kleinere Craft-Biere von der Insel sowie aus Europa auf der Getränkeliste.

Ein irischer Koch sorgt dabei für das passende Pub Food, unter anderem Fish and Chips und ein Full English Breakfast, welches den ganzen Tag serviert wird.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick