Feuerwehreinsatz

Gasalarm in der Dortmunder Innenstadt: Mehrfamilienhaus evakuiert

Ein Gasleck in einem Mehrfamilienhaus hat für einen großen Feuerwehreinsatz in der Dortmunder Innenstadt gesorgt. Das Gas war bereits auf der Straße zu riechen - es musste schnell gehandelt werden.
Mehrere Feuerwehr-Trupps retteten unter Atemschutz drei Personen aus dem stark verrauchten Mehrfamilienhaus im Dortmunder Westen. © Stephan Schuetze

Schnelles Handeln war am späten Mittwochabend bei einem Feuerwehreinsatz in der Dortmunder Innenstadt gefragt: Nachdem eine Anwohnerin gegen 23.30 Uhr einen „merkwürdigen“ Geruch wahrgenommen und den Notruf gewählt hatte, räumten die eintreffenden Einsatzkräfte wenig später das gesamte Haus in der Frankestraße.

Bereits auf der Straße hatten die Feuerwehrleute den eindeutigen Geruch erkannt: Erdgas selbst ist zwar geruchlos, ihm wird aber ein deutlich zu riechender Stoff beigemischt, so Feuerwehrsprecher Andreas Pisarski. Erste Messungen im Treppenhaus ergaben dann auch eine deutlich zu hohe Erdgaskonzentration.

Mehrfamilienhaus sofort geräumt

Auf der Suche nach dem Gashauptschieber, um die Gaszufuhr zum Gebäude abzuriegeln, stieg der Wert bei weiteren Messungen noch deutlich an: Die Gaskonzentration stieg auf einen von 50 Prozent der Menge, ab der eine Explosion möglich ist.

Die Folge: Das Gebäude wurde unverzüglich von mehreren Feuerwehrtrupps unter Atemschutz evakuiert. Die 15 Bewohner wurden im Betreuungsbus der Feuerwehr versorgt.

Zur Gaskonzentration sagt Sprecher Pisarski: „Das war schon ein grenzwertiger Fall, davon geht eine akute Gefahr aus.“ Zwar sei das Gas-Luftgemisch noch nicht in explosionsfähiger Konzentration gewesen – aber eben auf dem Weg dorthin.

Gas bereits bis unter das Dach hochgestiegen

„Das Gas muss auch schon einen Moment länger ausgeströmt sein, weil es schon auf der Straße riechbar war.“ Weitere Messung im gesamten Haus ergaben, dass sich das Gas bereits bis unter das Dach verteilt hatte. Es ist leichter als Luft, steigt also nach oben – und das im Zweifelfall sogar durch Mauerwerk, so der Sprecher.

Dementsprechend war die Konzentration in den oberen Wohnungen höher als in den unteren. Die Feuerwehr konnte die Gaszufuhr schnell abriegeln und leitete dann Lüftungsmaßnahmen ein. So sank die Gaskonzentration innerhalb weniger Minuten auf null.

Heizungsanlage undicht

Als Ursache für den Gasaustritt machten Techniker der DEW und des Umweltdienstes der Feuerwehr eine Undichtigkeit in der zentralen Heizungsanlage aus.

Nach eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet und die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurück. Die Heizungsanlage muss nun durch eine Fachfirma instandgesetzt werden.

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