Dr. Frank Renken leitet das Dortmunder Gesundheitsamt. © Klaus Hartmann (Archivbild)
Gesundheitsamt

Geringe Impfquote in der Nordstadt: „Es ist kein Problem der Kapazität“

Innerhalb Dortmunds gibt es große Unterschiede beim Impffortschritt. Den Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts veranlasst das zu einer Aussage mit klarer Botschaft.

Die Impfquote in der Stadt schwankt zwischen 80 Prozent im Dortmunder Süden und knapp 50 Prozent im Dortmunder Norden. Dieser gravierende Unterschied führt bei Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts, zu einer klaren Botschaft.

„Wir müssen sachlich informieren, die Vorzüge und Vorteile für Einzelnen und alle erklären. Aber wenn dann viele zu der Entscheidung kommen, sich nicht impfen zu lassen, dann müssen wir leider mit dieser Entscheidung leben“, so Renken.

Die Verwaltung habe „richtig viel Aufwand betrieben“, um mit Kampagne, Aufklärung und konkreten Impfangeboten möglichst viele von einer Impfung zu überzeugen, meint er.

„Es ist kein Problem der Kapazität, es ist ein Problem der Nachfrage“

Aber es zeige sich auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen an Orten mit einer niedrigen Impfquote wie der Nordstadt: „Es ist kein Problem der Kapazität, es ist ein Problem der Nachfrage.“ Sprich: Da lässt sich wohl nicht mehr viel tun.

Diese „verantwortliche Impfentscheidung des oder der Einzelnen, könne nicht durch mehr Impfzeiten verändert werden. „Es ist irgendetwas anderes, was sie zu der Entscheidung bringt, und wir haben noch nicht rausgefunden, was es ist.“

Dennoch laufe eine „nachfragegesteuertes Angebot“ weiter, unter anderem durch den Impfbus. Die Verantwortung für die Organisation der Impfungen liegt aber in erster Linie bei den niedergelassenen Ärzten.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth