Schmierereien kommen an der Reinoldikirche häufiger vor. Nun wurde ein Hakenkreuz in eine Seitentür geritzt. © Nick Kaspers
Sachbeschädigung

Hakenkreuz an der Reinoldikirche: Vandalismus ist keine Seltenheit

Ein handflächengroßes Hakenkreuz wurde in eine Seitentür der Dortmunder Reinoldikirche geritzt. Pfarrer Küstermann will den Vorfall „nicht überbewerten“, obwohl dort öfter rumgeschmiert wird.

Schmierereien sind an der Reinoldikirche keine Seltenheit, häufig handelt es sich um Müll oder Graffiti. Nun wurde ein Hakenkreuz in eine Tür am Seiteneingang am Willy-Brandt-Platz geritzt. Das Symbol ist etwa so groß wie eine Handfläche und auf Brusthöhe deutlich zu erkennen.

„An der Sakristei zum Pylon hat schon mal jemand öfters mit Graffiti rumgeschmutzt“, sagt Michael Küstermann, Pfarrer und Geschäftsführer der Evangelischen Stadtkirche St. Reinoldi, auf Anfrage. „Die Person wurde aber erwischt. Danach waren es nur noch Einzelfälle“, meint er.

Küstermann glaubt nicht, dass es sich beim reingeritzten Hakenkreuz um eine bewusste Aktion gegen die Kirche handelt: „Die Kirche liegt einfach an einem prominenten Platz, an dem sich viele austoben.“

„Diese Menschen sind bekloppt und gefährlich.“

Durch Taxi-Stände seien Menschen an dieser Stelle abgeschottet, deswegen würden sie bei Schmierereien nicht entdeckt. „Ich will die Aktion nicht überbewerten. Diese Menschen sind bekloppt und gefährlich. Das sind aber Einzelfälle“, meint Küstermann.

In der Regel würden Schmierereien an der Kirche innerhalb von zwei Tagen entfernt, sagt der Pfarrer. Um größere Schäden kümmere sich eine externe Firma.

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Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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Nick Kaspers