Hakenkreuz an Moschee geschmiert: Türkischer Generalkonsul vor Ort

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Wie Vize-Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze mitteilt, handelt es sich bereits um den zweiten Anschlag auf die Gemeinde innerhalb kurzer Zeit. © Kevin Kindel
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Zwei Monate nachdem ein abgetrennter Schweinekopf an einer Moschee in Eving platziert worden ist, wurde nun ein Hakenkreuz an ein anderes muslimisches Gotteshaus in Dortmund geschmiert. Der Staatsschutz ermittelt, wie die Polizei bestätigt.

Am Mittwochmorgen (9.2.) ist die Polizei um 9.40 Uhr über die Tat informiert worden, wie Sprecherin Kristina Purschke auf Anfrage mitteilt. Die Sultan Ahmet Camii befindet sich in einem normalen Wohnhaus an der Ofenstraße im Unionviertel.

Das schwarze Hakenkreuz ist zunächst notdürftig übermalt worden. Am Donnerstagabend war die Tür bereits gereinigt.
Das schwarze Hakenkreuz war zunächst notdürftig übermalt worden. Am Donnerstagabend ist die Tür bereits gereinigt gewesen. © Ralf Stoltze

In kurzer Zeit sei dies schon der zweite Anschlag auf die Moschee gewesen, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze (SPD). Zuerst hat das Online-Portal Nordstadtblogger darüber berichtet. Die vorangegangene Tat ist bei der Polizei nicht angezeigt worden.

Politiker drücken ihre Solidarität aus

Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Volkan Baran (SPD) und Ratsmitglied Emre Gülec (Bündnis für Vielfalt und Toleranz) hat Stoltze bei einem Besuch am Mittwochabend die Solidarität mit der Gemeinde ausgedrückt. Er spricht vom fünften Vorfall in Dortmund innerhalb der letzten zwei Jahre.

Ebenfalls vor Ort war der türkische Generalkonsul Sezai Tolga Simsir aus Essen. Dies zeige „welche Bedeutung die Türkei dem Angriff auf die religiöse Einrichtung beimisst“, so Stoltze.

Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, werden gebeten sich bei der Kriminalwache zu melden, Tel.: 0231/1327441.