Polizei in Dortmund

Harmlose Sicherheitsgurt-Kontrolle im westlichen Kreuzviertel eskaliert

Eigentlich wollten die Polizisten nur einen Autoinsassen rügen, der keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Doch dann wurde aus der harmlosen Kontrolle im Kreuzviertel eine Verfolgungsjagd.
Ein Auto und ein Polizeiwagen haben sich eine Verfolgungsjagd über mehrere Straßen im westlichen Kreuzviertel geliefert - unter anderem auch durch den historischen Althoffblock. © Dieter Menne (Archivbild)

Am Dienstagnachmittag (28.9.) fiel einer Streifenwagenbesatzung gegen 16.45 Uhr in der Straße „Neuer Graben“ im westlichen Kreuzviertel ein Auto mit drei Insassen auf, so die Polizei Dortmund. Einer der drei Insassen soll nicht angeschnallt gewesen sein, weswegen die Beamten den Wagen anhalten wollten.

Doch der Fahrer soll den vielen Anhaltezeichen der Beamten nicht nachgekommen sein. Er und seine Beifahrer seien einfach weitergefahren, heißt es.

Aus der harmlosen Kontrolle entwickelte sich so eine kleine Verfolgungsjagd. Wie die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung berichtet, floh das Auto durch den historischen Althoffblock über Studt-, Rosegger- und Von-der-Recke-Straße bis zur Sonnenstraße.

Trotz teilweise engen Straßen soll es bei der Verfolgungsjagd zu keinem schwereren Unfall gekommen sein. Lediglich ein geparktes Auto soll bei der Flucht von den Fahrern des PKWs beschädigt worden sein.

Flucht ging zu Fuß weiter

In der Sonnenstraße fuhren sich die Männer im PKW in einem Sackgassen-Bereich schließlich fest. Ab hier sollen die drei Insassen ausgestiegen und zu Fuß weiter geflüchtet sein. An der Lindemannstraße sollen die Beamten den mutmaßlichen Fahrer letztendlich gestellt haben.

Neben dem fehlenden Besitz einer Fahrerlaubnis, was der 28-jährige Fahrer aus Lünen auch offen zugegeben haben soll, besteht zusätzlich der Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum, wie ein freiwillig durchgeführter Drogenvortest gezeigt hat. Den 28-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren.