In einem Dortmunder Seniorenheim sind mehrere Corona-Infektionen aufgetreten. © dpa
Neuinfektionen

Impfdurchbrüche: Corona-Fälle in Dortmunder Seniorenheimen

Zwei doppelt geimpfte Bewohner eines Dortmunder Seniorenheimes sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Situation kommt für das Gesundheitsamt nicht überraschend.

Bekannt geworden ist es am Dienstag (26.10.): In einem Dortmunder Seniorenzentrum hat es Corona-Infektionen gegeben. Das bestätigte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken – er konnte zunächst aber noch nicht sagen, um wie viele Fälle es sich handelt.

Ein Wohnbereich sei im Wohnstift Auf der Kronenburg bisher betroffen. Weitere Zusammenhänge würden noch geprüft. Das Betreiber-Unternehmen hat dann am Nachmittag auf Anfrage mitgeteilt, dass es sich um zwei Bewohner der Einrichtung handele. Beide seien doppelt geimpft gewesen, Booster-Impfungen hätten sie nicht bekommen.

Die allermeisten Menschen, die in Dortmunder Seniorenheimen leben, sind gegen das Coronavirus geimpft. Bei den städtischen Einrichtungen habe man eine Impfquote „von deutlich über 95 Prozent“, wie Renken sagt.

„Immer und überall einzelne Impfdurchbrüche“

Bei den Infektionen in dem Seniorenheim in der südlichen Innenstadt handele es sich aber gar nicht mal um eine besondere Ausnahme: „Es gibt immer und überall einzelne Impfdurchbrüche, auch in der Altersgruppe Ü80“, so Renken: „Das haben wir schon immer gehabt.“

Bereits im Juni habe das Team des Gesundheitsamtes erste Impfdurchbrüche in Dortmund beobachtet. Im Juli gab es laut Dr. Frank Renken den ersten Sterbefall einer Person, die rund um den Jahreswechsel 2020/21 ihre Impfungen bekommen hatte.

Zahl der Impfdurchbrüche bei Jüngeren „sehr gering“

Unter den Infizierten seien die meisten nur leicht erkrankt, einige wenige hätten einen schwereren Verlauf gehabt. „Uns war sehr wohl bewusst, dass der Impfschutz bei Älteren über 70 nicht mehr so hoch ist wie bei Jüngeren. Bei Jüngeren stellen wir dafür durchgehend fest, dass die Zahl der Impfdurchbrüche sehr gering ist“, sagt der Gesundheitsamtsleiter.

Im Wohnstift auf der Kronenburg sind alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden - doch die Tests kamen nie im Labor an.
Im Wohnstift auf der Kronenburg sind alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden – doch die Tests kamen nie im Labor an. © Oliver Schaper (Archiv) © Oliver Schaper (Archiv)

Im Heim an der Märkischen Straße seien aktuell nur die beiden Bewohner betroffen, wie eine Sprecherin der Alloheim-Senioren-Residenzen mitteilt: „Bei den Mitarbeitern gab es keine positiven Testergebnisse.“ Wegen des sehr kleinen Ausbruches gebe es bislang keine Besuchseinschränkungen im Wohnstift Auf der Kronenburg.

Der Corona-Schutzverordnung zufolge ist der Zugang zu Krankenhäusern, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen nur immunisierten oder getesteten Personen gestattet.

Ihre Autoren
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
Zur Autorenseite
Kevin Kindel
Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
Zur Autorenseite
Felix Guth