Auch in dem Nordstadt-Quartier zwischen Schützen- und Leopoldstraße herrscht Parkplatz-Knappheit. © Oliver Volmerich
Parken in Dortmund

Konzept für nächste Anwohner-Parkzone in Dortmunds Innenstadt steht

Rund um die Dortmunder City sollen in allen Wohnquartieren Parkplätze für Anwohner reserviert werden. Die Stadt legt jetzt das Parkplatz-Konzept für ein weiteres Stadtviertel vor.

Ganz so eng wie etwa im Kreuzviertel geht es in dem Wohnquartier nördlich des Hauptbahnhofs auf den ersten Blick nicht zu. Aber auch zwischen Schützen- und Leopoldstraße, Mallinckrodt- und Stein-/Grüne Straße ist die Parkplatznot groß, machen „Fremdparker“ oft Anwohnern die Parkplätze streitig.

Das Quartier Westerbleichstraße gehört deshalb zur ersten Kategorie in der 2017 beschlossenen Prioritätenliste der Stadt für die Ausweisung von Bewohner-Parkzonen in der Innenstadt.

Jetzt hat das Planungsamt einen ersten mithilfe eines Verkehrsgutachters erarbeiteten Entwurf für ein Parkplatz-Konzept vorgelegt. Es weist aus, wo Parkplätze für Anwohner reserviert werden sollen. Die betroffenen Quartiers-Bewohner können dazu nun Vorschläge und Anregungen machen – in Form einer digitalen Bürgerbeteiligung.

So sieht das Konzept für das Anwohnerparken nördlich des Hauptbahnhofs zwischen Leopoldstraße (r.) und Schützenstraße (l.) aus. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Das Konzept sieht drei unterschiedliche Parkmöglichkeiten vor. Vor allem in den Wohnstraßen im Innern des Quartiers sollen die Stellplätze ausschließlich für Anwohner mit entsprechendem Parkausweis – aktuelle Jahresgebühr 30,70 Euro – reserviert werden.

Mit kostenpflichtigem Parkschein können auch Ortsfremde entlang der Leopoldstraße, an der Kurfürstenstraße und Teilen der Schützen- und Mallinckrodtstraße parken, mit Parkscheibe ohne Gebühren an Teilen der Schützenstraße, der Lessingstraße, der Kirchenstraße und der Grünen Straße.

Das Gebiet um Westerbleich- und Kurfürstenstraße wird durch die Nähe zum Hauptbahnhof geprägt. © Oliver Volmerich © Oliver Volmerich

Für Anwohner mit Parkausweis ist hier das Parken ebenfalls frei – im südlichen Bereich der Kurfürstenstraße entlang der Arbeitsagentur allerdings nur abends und nachts von 19 bis 7 Uhr.

Digitale Bürgerbeteiligung

Lob, Kritik und Wünsche zu diesem Vorhaben können die betroffenen Anwohner jetzt ab Ende der Sommerferien fast drei Wochen lang digital loswerden. Zur Teilnahme an der digitalen Bürger-Beteiligung kann man ab Dienstag (17.8.) nähere Informationen herunterladen unter www.dortmund.de/bewohnerparkzonen. Anregungen und Vorschläge können dann bis zum 5. September an die E-Mail-Adresse „Bewohnerparkzone-Westerbleichstrasse@stadtdo.de“ geschickt werden.

Die Eingaben werden im weiteren Verfahren geprüft und nach Möglichkeit in das endgültige Bewohner-Parkkonzept übernommen, kündigt die Verwaltung an.

Am Ende entscheidet die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord über die Einführung einer Bewohnerparkzone „Westerbleichstraße“. Erst danach können Parkscheinautomaten, Markierungen und Beschilderung ausgeschrieben und Bewohner-Parkausweise bei den Bürgerdiensten beantragt werden.

So sieht der erweiterte Plan für die Einrichtung der Parkzonen aus. Das Gebiet Westerbleichstraße gehört zur Stufe 1 (rot markiert). © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Das könnte noch dauern. Als Nächstes werden erst einmal die Bewohner-Parkzonen „Löwenstraße“, „Gutenbergstraße“ und „Hainallee“ eingerichtet.

Neben dem Quartier „Westerbleichstraße“ soll in diesem Jahr auch noch ein Konzept für das „Brügmann-Viertel“ vorgelegt werden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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