Schwerpunkteinsatz

Kreative Verstecke für Drogen – Polizei nimmt Wohnung in Dortmund hoch

Ein Schwerpunkteinsatz in der Nordstadt hat die Polizei in eine Wohnung geführt. Dort fanden sie kiloweise Drogen unter anderem in Armlehnen und Kühlschränken. Doch das war noch nicht alles.
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Die Polizei Dortmund hat am Donnerstag (29.1.) erneut einen Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität in der Nordstadt durchgeführt. In einer Mitteilung heißt es, dass man dabei unter anderem auf eine Wohnung mit allerlei Funden gestoßen sei – darunter kiloweise Drogen.

Zwischen 13 und 21 Uhr seien die Einsatzkräfte im Einsatz gewesen. Gegen 14.30 Uhr hatten die Beamten Hinweise auf eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Uhlandstraße erhalten. Dort habe es offenbar reges Kommen und Gehen gegeben. Die Polizisten kontrollierten daraufhin einen Mann, der das Haus zunächst betreten und wenig später wieder verlassen hatte, in seinem Auto.

Marihuana gefunden

Dort fanden sie zum einen Marihuana, welches der 35-Jährige aus Herne nach eigenen Angaben kurz zuvor in der Wohnung erworben hatte. Zum anderen stellten sie auch noch fest, dass der Führerschein des Mannes in Deutschland offenbar nicht gültig ist, heißt es in der Mitteilung.

Die Beamten stellten diesen sicher und nahmen den Mann mit zur Wache. Dort habe man ihm aufgrund eines positiven Drogenvortests auch noch Blut entnommen. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren.

Die Ermittlungen rund um die betroffene Wohnung waren damit jedoch noch nicht zu Ende: Mit einem Durchsuchungsbeschluss schauten die Beamten in dieser vorbei. Dabei seien sie auf zwei Männer (30 und 40) getroffen, die sie vorläufig festnahmen.

Kreative Verstecke

In Armlehnen, Schränken, Kühlschränken und Bettkästen sowie in einem Kellerraum habe man dann unter anderem eine Menge Drogen gefunden: rund fünf Kilo offenbar Marihuana, dazu zwei als gestohlen gemeldete Mobiltelefone sowie Bargeld. Alle Gegenstände seien sichergestellt worden.

Die beiden Männer seien in Polizeigewahrsam genommen worden und wurden am Freitag einem Haftrichter vorgeführt.

Einen weiteren Drogenfund machten die Einsatzkräfte laut Mitteilung auf der Heckenstraße gegen 16.20 Uhr. Dort sei ihnen ein gehetzt wirkender Mann entgegengerannt, der aus der Leopoldstraße kam. Er würde verfolgt, sagte er zu den Polizisten, eine Gruppe Männer wolle ihn schlagen.

Die Gruppe sei dann auch direkt aufgetaucht und habe um die Ecke geschaut. Als sie die Polizisten entdeckten, seien sie zu Fuß geflüchtet – eine anschließende Fahndung sei nicht erfolgreich gewesen.

Gescheitertes Drogengeschäft

Der 33-jährige Dortmunder, der bei den Polizisten Hilfe gesucht hatte, gab zu, dass der Grund dieser Verfolgung offenbar ein geplatztes Drogengeschäft gewesen sei. Die Ermittlungen dazu dauern an.