Esskultur wie in der Heimat

Neues türkisches Restaurant will sich von Dönerläden in Dortmund absetzen

In seinem neuen Restaurant „By Hala“ in der Balkenstraße bietet der Gastronom Mehmet Özkan klassische türkische Gerichte an. Er sagt aber, sein Lokal sei mit Dönerbuden nicht vergleichbar.

„Die meisten türkischen Imbisse sind nicht schlecht, aber für mich ist das Fast Food“, sagt Mehmet Özkan, Küchenchef des neuen Restaurants „By Hala“ in der Balkenstraße. Mit Fast Food habe sein neues Lokal nichts zu tun, so der Gastronom: „Wir wollen mehr verschiedene Gerichte und mehr Frische anbieten“, sagt Özkan.

Der Küchenchef will vor allem Gerichte aus seiner Heimatstadt Gaziantep servieren. Özkan lebte dort zwar nur, bis er zwölf Jahre alt war, die Esskultur seiner Heimatstadt habe ihn durch seine Mutter aber weiter begleitet. Ein bisschen wolle er sich aber auch an die deutsche Küche anpassen.

Riesiges Angebot

Diese beiden Ansätze ergeben ein riesiges Angebot: Döner, Aufläufe, vegetarische Gerichte, Fleischspieße, Steaks – es gibt kaum etwas, was bei „By Hala“ nicht auf der Karte steht.

Außerdem soll mehr Restaurantatmosphäre aufkommen als in den typischen Dönerbuden. Viele Sitzgelegenheiten, eine Außenterrasse und eine kleine Bar sollen dazu einladen, vor Ort zu essen und nicht zum Mitnehmen zu bestellen.

Seit der Eröffnung des Restaurants am 23. August seien bisher zwar noch wenige Gäste gekommen. Das mache ihn aber nicht nervös, sagt Özkan: „Es braucht einfach ein bisschen Zeit, bis sich das herumgesprochen hat.“

Schon seit 2012 seien er und seine Frau auf der Suche nach einem Lokal gewesen, das sie übernehmen können, sagt der 46-jährige. Vor etwa einem Jahr fand das Ehepaar dann das Lokal in der Balkenstraße. Der vorherige Betreiber habe den Laden wegen Corona aufgegeben, so Özkan.

Übernahme trotz Corona

Trotz der Risiken durch die Pandemie sei für ihn und seine Frau klar gewesen, dass sie die Gelegenheit ergreifen und das Lokal übernehmen, sagt Özkan. Beide Ehepartner haben Erfahrung in der Gastronomie: Özkans Frau Songül Göleli-Özkan arbeitete in Istanbul im Lokal ihrer Mutter, das ebenfalls den Namen „By Hala“ hatte.

Özkan selbst hat Anfang der 2000er-Jahre einige Jahre in Burscheid bei Köln ein Restaurant betrieben. Dort habe er ein ähnliches Konzept verfolgt wie im neuen Lokal. 2012 zog es Özkan nach der Hochzeit dann zu seiner Frau nach Dortmund.

Wenn er seine alte Heimat besuche, werde er immer noch auf das Restaurant angesprochen, sagt Özkan. Ähnliches wünscht er sich auch für sein neues Lokal: „Wir möchten, dass auch nach unserem Leben noch von dem Laden gesprochen wird.“

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