Voll besetzt war die Jahreshauptversammlung des Awo-Ortsvereins Asseln/Husen/Kurl. Zu wichtig ist die derzeitige Diskussion über den möglichen Anbau ans Marie-Juchacz-Haus. © Awo Asseln/Husen/Kurl
Marie-Juchacz-Haus

Awo-Ortsverein will sein „Leuchtturm-Projekt“ noch nicht aufgeben

Der Streit zwischen dem Awo-Unterbezirk und dem Ortsverein Asseln/Husen/Kurl um einen möglichen Anbau ans Marie-Juchacz-Haus schwelt schon seit Jahren. Die Positionen bleiben kompromisslos.

Der Awo-Ortsverein Asseln/Husen/Kurl will sich in Sachen Anbau an das Marie-Juchacz-Haus an der Flegelstraße 42 noch nicht geschlagen geben. Wie berichtet, hatte der Awo-Unterbezirk entschieden, das Projekt, das dem Ortsvereinsvorsitzenden Norbert Roggenbach mit Verweis auf die derzeit herrschende Raumnot seit Jahren am Herzen liegt, nicht weiterzuverfolgen.

Während der Jahreshauptversammlung am Sonntag (19.9.) erläuterte die Awo-Unterbezirks-Vorsitzende Anja Butschkau die Position des Unterbezirksvorstands. Unterstützt wurde sie von der Geschäftsführerin des Unterbezirkes, Mirja Düwel, sowie dem Sprecher des zuständigen Fachausschusses „Verbandsentwicklung“ Hans van Dormalen.

Awo-Unterbezirksvorsitzende Anja Butschkau erläuterte die Position des Unterbezirks gegen den Anbau
Awo-Unterbezirksvorsitzende Anja Butschkau erläuterte die Position des Unterbezirks gegen den Anbau. © Awo Asseln/Husen/Kurl © Awo Asseln/Husen/Kurl

Demnach sei die Arbeit in Asseln/Husen/Kurl ohne Einschränkungen zu loben und in vielerlei Hinsicht vorbildhaft. Trotzdem dürfe der Unterbezirk seine knappen Finanzressourcen nicht auf eine oder nur wenige Projekte begrenzen, sondern müsse das Ganze sehen. Ziel des Unterbezirks sei es, möglichst in jedem Dortmunder Stadtbezirk so ein „soziales Zentrum“ zu schaffen. Dazu müsse man zunächst erst einmal ein Konzept erarbeiten, wie und wo das möglich sei.

Bereits über 100.000 Euro angespart

Die Mitglieder aus Asseln/Husen/Kurl entgegneten, dass seit über 25 Jahren so ein Zentrum in Asseln geplant sei und dazu über 100.000 Euro angespart worden seien. Man könne und wolle nicht noch weitere Jahre warten, bis alle Standorte in Dortmund miteinander verglichen und bewertet wurden, sondern müsste entsprechend den jeweiligen Möglichkeiten in Etappen handeln.

Ortsvereinsvorsitzender Norbert Roggenbach will weiter für den Anbau ans Marie-Juchacz-Haus kämpfen
Ortsvereinsvorsitzender Norbert Roggenbach will weiter für den Anbau ans Marie-Juchacz-Haus kämpfen. © Awo Asseln/Husen/Kurl © Awo Asseln/Husen/Kurl

In Asseln gebe es derzeit eine Immobilie, die viele der Voraussetzungen für ein soziales Zentrum erfülle. Dazu gehören Parkplatzflächen, Außenanlagen, moderne Kommunikationswege, die geographische Lage – auch die personelle und finanzielle Leistungsfähigkeit des betreibenden Ortsvereins sei gegeben. Zudem böte sich hier ein „Leuchtturm-Projekt“, welches Erfahrungswerte zur Fortentwicklung der Awo-Arbeit in ganz Dortmund liefere.

Ortsverein nimmt die Unterbezirks-Beschlüsse zur Kenntnis

Der Ortsvereins-Vorstand nimmt die vom Unterbezirk gefassten Beschlüsse zur Kenntnis und versucht, durch neue Initiativen und Aktionen das ursprüngliche Ziel, mit dem Ausbau des Marie-Juchacz-Haises ein „Soziales Zentrum“ für den Dortmunder Osten zu schaffen, beizubehalten und letztlich zu realisieren.

Die angesparte finanzielle Grundlage soll erhalten und weiterentwickelt werden. Nun seien die Fragen zu klären, ob eine Minimallösung (Saal-Anbau) kostengünstiger zu bauen sei und ob der Ortsverein das Projekt ohne Unterstützung des Unterbezirks stemmen könnte. Wären genügend Helferinnen und Helfer bereit, den Vorstand in diesem Vorhaben zu unterstützen?

Der neue Vorstand hat für die nächsten zwei Jahre folgende Besetzung: Vorsitzender Norbert Roggenbach, stellv. Vorsitzende Dirk Sparka und Gisela Nötzel, Kassierer Stephan Altner, stellv. Kassiererin Helga Fischer, Schriftführerin Annegret Czekalla, stellv. Schriftführung Oliver Tiews, Beisitzer Bärbel Kannenberg, Gunhild Schüttelkorb, Christa Makowski, Lea Bürgerhoff, Dennis Bach, Thomas Brämer, Mechthild Rath und Frank Pihl. Die Revisoren Manfred Drechsler und Reiner Kunkel wurden in ihrem Amt bestätigt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter