Wie gut in einem Haus die Internetverbindung ist, hängt vom Kabel ab, das dahin führt. Nicht jedes Gebäude ist ans Glasfasernetz angebunden. © picture alliance/dpa
Internet-Geschwindigkeit

Breitbandausbau in Dortmund: Weißer Fleck in Nähe des BVB-Trainingszentrums

Während es in vielen Teilen der Stadt bereits schnelle Internet-Verbindungen gibt, müssen einige Dortmunder immer noch darauf verzichten. Ein Fachmann erklärt, wo die weißen Flecken sind.

Die Internetgeschwindigkeit in Dortmund ist unterschiedlich. Während sich die Bewohner in den Zentren – auch in den Stadtteilzentren – in der Regel über schnelles Internet freuen können, gibt es besonders im ländlichen Raum immer noch einige weiße Flecken.

Ein weißer Fleck ist ein Hausanschluss, der unter einer Schwelle von mindestens 30 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit liegt. Aber immerhin: 66 Prozent der Dortmunder Haushalte verfügen schon über eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s.

Wo die weißen Flecken im Nordosten liegen

Einer, der sich mit diesem Thema auskennt, ist Björn Meder, der bei der Wirtschafsförderung als Gigabitkoordinator den Auftrag hat, den Antrag der Stadt Dortmund zur Breitbandförderung des Bundes zu betreuen.

Ein gemeinsames Ziel von CDU und Grünen ist die Fertigstellung von jährlich 2500 neuen Wohnungen in Dortmund.
Ein gemeinsames Ziel von CDU und Grünen ist die Fertigstellung von jährlich 2500 neuen Wohnungen in Dortmund. © Blossey © Blossey

Nachdem Meder wie berichtet jüngst in der Sitzung der Bezirksvertretung Eving für diesen Stadtbezirk vor allem Bereiche in Brechten, Kemminghausen und Holthausen als weiße Flecke benannt hat, kann er das nun auch für die Stadtbezirke Brackel und Scharnhorst tun: Es sind Gebiete am Rande von Lanstrop, im Bereich Wambeler Holz/Rüschebrinkstraße in Alt-Scharnhorst, im Norden von Asseln oder auch im Hohenbuscheigebiet in der Nähe des BVB-Trainingszentrums – und von dort aus weiter Richtung Heßlingsweg.

Ein Problem könne sein, so Meder, dass in diesen Gebieten der Kabelnetz-Ausbau mit Koaxial-Kabeln in der Vergangenheit noch nicht genug vorangetrieben worden ist. Koaxial-Kabel wurden in früheren Zeiten vor allem für Kabelfernsehen verlegt.

Oft ist es in den ländlichen Gebieten zwar so, dass die Kabelverzweiger schon über einen Glasfaseranschluss verfügen, die Verbindung zu den einzelnen Häusern dann aber über Kupferkabel erfolgt. Je länger ein solches Kupferkabel ist, desto schlechter die Verbindung. Ein sogenannter „Dämpfungseffekt“ tritt ein.

„Supervectoring“ mit Kupferadern nur auf 300 Metern

Daher kann zum Beispiel das sogenannte „Supervectoring“-Verfahren der Telekom nur in einem Radius von rund 300 Metern um einen solchen Kabelverzweiger angeboten werden. Beim „Supervectoring“ werden weiterhin Kupferadern für die Hausanschlüsse verwendet.

Für Bewohner oder Firmeneigentümer in Gebieten mit vielen weißen Flecken hat Björn Meder auch eine gute Nachricht: Wird ein solches Gebiet mit einem geförderten Glasfaserkabel erschlossen – und Dokom21 hat dafür den Zuschlag bekommen -, geschieht dies immer auf großzügige Weise, sodass später leicht weitere Gebäude angeschlossen werden können.

Die Schulen hat die Stadt hierbei immer im Blick. Nachdem alle Förderbescheide vorliegen, soll der Ausbau vier Jahre dauern. Meder machte klar, dass der Breitbandausbau keine grundsätzliche Sache oder Aufgabe einer Stadt sei, sondern der privaten Haus- und Firmeneigentümer ist.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter