Auf dem Weg zum Schwimmabzeichen: Die Kinder bereiten sich auf ihre Seepferdchen-Prüfung vor. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Schwimmen lernen

Corona hat in Dortmund massiven Rückstau an Nichtschwimmern erzeugt

Weil in der Krise die Schwimmbäder geschlossen hatten, gibt es nun besonders viele Nichtschwimmer. Eine Dortmunder DLRG-Ortsgruppe spricht von einer „Herkulesaufgabe“.

Kinder müssen schwimmen lernen – doch das ist momentan gar nicht so einfach. Denn die Plätze in Anfänger-Schwimmkursen sind knapp wie nie. Der Grund ist wieder mal Corona: Nach langen Bäder-Schließungen gibt es jetzt so viele Nichtschwimmer, dass sich die Nachfrage kaum bewältigen lässt. Laut Daniel Tebrügge, Vorstand der DLRG-Ortsgruppe Eving, könnte es das ganze nächste Jahr dauern, den Rückstau wieder aufzuholen: „Das ist eine Herkulesaufgabe.“

Die DLRG-Ortsgruppe bietet zwei Frühschwimmer-Kurse an, die montags im Hallenbad Eving (Württemberger Str. 2) stattfinden. Derzeit sind alle Plätze vergeben – doch schon bald gibt es neue. Ab dem 25. Oktober startet ein zehnwöchiger Kurs, etwaige freie Plätze werden an dem Tag auf Anfrage vergeben.

Mangel kein neues Thema

Eine Warteliste gibt es aus organisatorischen Gründen nicht. Denn schon vor der Pandemie gab es insgesamt zu wenig Schwimmkurse. „Die Warteliste hätte ein Ausmaß angenommen, das wir nicht mehr hätten verwalten können“, so Daniel Tebrügge.

Auch beim VfL Kemminghausen können Kinder schwimmen lernen. Dafür müssen sie allerdings Vereinsmitglied sein. Die Auswirkungen von Corona bemerkt man auch hier: Die voraussichtlichen Wartezeiten für Aufnahmen habe sich mit bis zu zwei Jahren grob verdoppelt. Das teilte der Verein auf Anfrage mit.