Dortmunder Schule stärkt ihre Schüler mit nachhaltigem Projekt

Voller Einsatz bei der Gartenarbeit: Die Schülerinnen und Schüler der Paul-Dohrmann-Schule.
Voller Einsatz bei der Gartenarbeit: Die Schülerinnen und Schüler der Paul-Dohrmann-Schule. © Paul-Dohrmann-Schule
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Mit Mathematik oder Rechtschreibung muss sich jeder Schüler auseinandersetzen – den einen macht das mehr, den anderen weniger Spaß. Aber im Klassenraum nicht so erfolgreich zu sein, kann sich auch auf das Selbstbewusstsein von Kindern auswirken. Die Paul-Dohrmann-Schule in Scharnhorst stärkt den Glauben ihrer Schüler an sich selbst auf eine nachhaltige Weise.

Im Garten neben der Förderschule mit Schwerpunkt Lernen hat die Klasse 3/4 in Kooperation mit dem Bildungspartner Gemüseackerdemie neues Gemüse angepflanzt. Dabei haben die Schüler in kleinen Gruppen Löcher gegraben, Gießkannen getragen, Pflanzen gesetzt, Unkraut gejätet, Kisten geschleppt und Mulch gesammelt.

Bei der Gartenarbeit herrscht großes Gewusel auf dem Acker der Paul-Dohrmann-Schule.
Bei der Gartenarbeit herrscht großes Gewusel auf dem Acker der Paul-Dohrmann-Schule. © Paul-Dohrmann-Schule © Paul-Dohrmann-Schule

Der Garten könne auch therapeutische Wirkung haben, erklärt Lehrerin Julia Mecklenbrauck: „Das Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt oder die Schulgemeinschaft zu tun, ist unglaublich wohltuend, gerade für Kinder, die vielleicht in den Hauptfächern wenige Erfolgserlebnisse haben und im Klassenraum manchmal das Gefühl haben, sie könnten gar nichts.“

Petra Lukas gehört das Grundstück neben der Schule und sie stellt es für das Projekt kostenlos zur Verfügung. Sie freut sich über das Gewusel im Garten: „Das ist echt etwas ganz anderes als die Einsamkeit in dem Luxus-Corona-Gefängnis, wie ich immer zu meiner Zeit nur Zuhause sage.“

Nun wachsen Tomaten, Gurken, Mais, Zucchini und Kürbisse neben Salat, Mangold und Frühlingszwiebeln, die im April von der Klasse 10b gesetzt worden waren.