Kultur nach Corona

Erst zur Wahl, dann zum Klassik-Festival: „Wir freuen uns total“

Das Kulturzentrum Balou fiebert dem letzten September-Wochenende entgegen, wenn es endlich wieder ein Musikfestival in Brackel gibt. Musikerinnen aus Dortmund sind auch dabei.

„B-Klassik“ heißt ein kleines Musikfestival, das vom 24. bis 26. September am Brackeler Kulturzentrum Balou an der Oberdorfstraße 23 steigt. Mit dabei sind nicht nur Gruppen wie Klazz Brothers & Cuba Percussion, die bereits renommierte Preise wie den Echo Klassik oder den Echo Jazz gewonnen haben, sondern auch lokale Formationen wie das „Lilith Saxophon Quartett“.

Bereits seit 2014 sind Karin Hatzel, Ilona Haberkamp, Catrin Groth und Nikola Seegers zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Der erste Auftritt fand in der Gartenanlage Zur Quelle in Brünninghausen statt. Die Gründung fiel mit dem 200. Geburtstag von Adolphe Sax zusammen, dem Entwickler des Saxophons. Alle vier sind Lehrerinnen für dieses Instrument an unterschiedlichen Musikschulen.

Klassik-Musik am Wahlsonntag

„Auf das B-Klassik-Festival freuen wir uns total“, sagt Karin Hatzel, denn natürlich mussten auch die vier Frauen den Großteil ihrer Auftritte in 2020 und 2021 pandemiebedingt absagen. Und das Balou sei eine wunderbare Örtlichkeit für solche Konzerte. Zufälligerweise findet der Auftritt der Gruppe am Wahlsonntag (26.9.) ab 11 Uhr statt. Weil das Balou auch Wahllokal ist, hofft sie auf viele Zuhörer.

Einen Auftritt hat‘s allerdings doch kürzlich gegeben. Im Juni spielte das Lilith Saxophon Quartett in Karin Hatzels Garten am Hedingsmorgen. Per Flyer wurde dazu die Nachbarschaft eingeladen, und viele folgten der Einladung. Das Wetter spielte mit, und es wurde für alle Beteiligten ein schöner Abend.

Musikalisch versprechen die vier Saxophonistinnen einen musikalischen Streifzug um die Welt und durch die verschiedenen Genres von Klassik über ungarische Tänze bis hin zum Jazz oder zu Musik mit spanischem Flair. Das Schöne am Saxophon sei seine Vielseitigkeit, sagt Ilona Haberkamp.

Band arbeitet an Album

Es habe fast die Bandbreite der menschlichen Stimme, und jedes Instrument und jede Spielerin klinge ein klein wenig anders. Deswegen ändere sich auch der Klang von solchen Bands immer sofort, wenn dort plötzlich ein anderer Musikant mitmacht.

Bleibt noch der Name: Lilith gilt in einigen Mythologien als die Urmutter der Menschheit. „Wir wollten einfach einen Namen haben, den sonst keiner hat“, sagt Ilona Haberkamp. Momentan bastelt die Band, die sich möglichst einmal pro Woche zum Proben trifft, an einer CD, die vielleicht Ende des Jahres fertig ist.

Der Eintritt zum Festival ist frei. Die Zuschauerzahl wird eingangs kontrolliert und richtet sich nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung. Alles Weitere zum B-Klassik-Festival findet sich auf der Website des Balou: balou-dortmund.de

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter